Geb. in „Raustitz“, Mähren, gemeint ist vielleicht Rousínov (Neuraußnitz)
Talmudstudium bei Rb. Beer Oppenheim in Ivančice (Eibenschütz), dann 1835-39 bei Landesrb. Neh. Trebitsch in Mikulov (Nikolsburg), Ordination 1846 von Kreisrb. Daniel Frank in Kolín, Böhmen, Rb. in der Kleingemeinde „Popolka“ (?) im Rakonitzer Kreis, legt das Amt nach drei Jahren wegen der Geringfügigkeit der Einkünfte nieder und zieht, ein halbes Jahr nach seiner Verheiratung, zur Schwiegerfamilie nach Prag. Dort Universitätsstudium und Promotion. Auf Empfehlung Rapoports ist er um 1852 Rb. für die westlichen Prager Vororte Smíchov (Smichow) und Košíře (Kossir). Um 1881 ist er Bezirksrb. in Malacky (Malaczka), Slowakei.
Dokumente
ŽM Prag, Nr. 67.967, hebr. Bewerbung in Velké Meziříčí (Groß-Meseritsch), datiert aus Prag, 27. Juli 1852, mit Diplomen von Landesrb. Neh. Trebitsch und seinen vier Beisitzern vom Rüsttag Pessach 5599 (29. März 1839), Daniel Frank (1845/46), Kreisrb. Isak Pereles in Rakovník (Rakonitz; 27. Jan. 1850), Beer Oppenheim (ausgestellt 24. Mai 1850 bei einer Reise nach Karlsbad), Samuel Freund (H. ayye Œarah 5611) und S. L. Rapoport (28. Okt. 1850). Er wolle zurück in die mährische Heimat, wo im Unterschied zu Böhmen noch jüdische Frömmigkeit anzutreffen sei.
Publikationen
Fest-Predigt zur Feier der silbernen Hochzeit Ihrer Majestäten, von Heinrich Pisko, Wien 1879.