Geb. 1. März 1802 in Ivančice (Eibenschütz), Mähren,
Gest. 14. Febr. 1851 in Velké Meziříčí (Groß-Meseritsch)
Schüler von Mordechai Benet in Mikulov (Nikolsburg), Trebitsch weigert sich lange, ihn zu ordinieren, Okt. 1836 Rb. in Písečné (Piesling), 1841 Rb. in Velké Meziříčí.
Dokumente
ŽM Prag, Nr. 67.964, Personalakte; nach Darstellung des Vorstands sei er am 10. Mai 1841 mit 81 gegen 6 Stimmen gewählt worden, „ein junger Mann von Kopf und Tallente, der mit dem damaligen Zeitgeiste vorwärtsschreitet, dann dem Rabbinismus der neuern Schule anhänget, der deutsch, hebräisch, französisch, italienisch spricht, kurz der im Gebiethe der Literatur sehr bewandert ist“. Er führt gegen einigen Widerstand eine Synagogenordnung ein und verfügt auf Anordnung der Statthalterei im Nissan 5603/1843 eine Abänderung der heidenfeindlichen Stelle des ‘Alenu-Gebets
ZA Brünn, M614, Z 53671, vom 7. Dez. 1846, Ernennung als Ersatzmann für die Deputation zur Landesrabbinerwahl.
Publikationen
Beiträge zu Bikkure ha-‘Ittim 12 (1831), Kochve Yis. h. aq Bd. VI bis XI. Cf. Wachstein, Hebr. Publizistik, Bd. I, S. 165.
Literatur
Steinschneider, Bodleiana, Bd. II, Sp. 2110
Weiß, Zichronothay, S. 45: ein „in der Thora bewanderter und rühmlicher Prediger nach dem Geschmack der neuen Zeit“
Gold (Hrsg.), Judengemeinden Mährens, 1929, S. 190, 231, 462