BHR Biographisches Portal der Rabbiner

POLLAK, Lazar, Dr.

  • Geb. 1822 in Nitra (Neutra), Slowakei,
  • Gest. 6. Juli 1905 in Budapest
  • Sohn armer Eltern, mit 13 J. zur Jeschiwa nach Buda (Alt-Ofen), dort mit 18 J. ordiniert, studiert auch an den Jeschiwot in Nitra, Hlohovec (Freistadtl a. d. Waag) und Miskolc
  • geht sodann nach Prag, dort Studium an der Universität und Studium bei Rapoport und Freund, von beiden diplomiert. 1851 Rb. in Uhlířské Janovice (Kohl-Janowitz), Ostböhmen, 1854 Rb. an der Prager Neusynagoge, 1855 Rb. in Kromìříž (Kremsier), Mähren. 1862 Rb. in Inowrocław (Inowrazlaw), Prov. Posen, gründet noch im selben Jahr neben der Elementarschule eine separate Religionsschule
  • ist seit 1863 auch Religionslehrer am städt. Progymnasium, trotz verschiedener Schikanen der Schulleitung gegen ihn. 1872 Gemeinderb. an der konservativen Synagoge in Pest, Rombachgasse.

Literatur

  • AZJ 1862, S. 740
  • AZJ 1905, Nr. 29, Beilage, S. 3
  • Israelit vom 20. Juli 1905, S. 1246f, mit Würdigung seitens des orthod. Amtskollegen D. H. Spitzer: „Obgleich Beamter der Pester isr. Hauptgemeinde, muß es doch zu seinem Lobe gesagt sein, daß sich dessen Wirksamkeit auf die möglichst strengste Einhaltung der Religionsvorschriften erstreckte. [...] Jede einzelne seiner Kanzelreden war äußerst gediegen und enthielt so viel Thora, daß ein moderner Rabbiner damit ein ganzes Jahr lang sein Auskommen fände“
  • Frankl-Grün, Kremsier, Bd. I, S. 87
  • Heppner und Herzberg, S. 464-466, 480f. (mit Bildnis)
  • Gold (Hrsg.), Judengemeinden Mährens, 1929, S. 297
  • Ujvári, Magyar zsidó lexikon, S. 715
  • Wininger V 63
  • HÖAAJH, Bd. II, Nr. 8109
  • Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 548.