Sohn armer Eltern, mit 13 J. zur Jeschiwa nach Buda (Alt-Ofen), dort mit 18 J. ordiniert, studiert auch an den Jeschiwot in Nitra, Hlohovec (Freistadtl a. d. Waag) und Miskolc
geht sodann nach Prag, dort Studium an der Universität und Studium bei Rapoport und Freund, von beiden diplomiert. 1851 Rb. in Uhlířské Janovice (Kohl-Janowitz), Ostböhmen, 1854 Rb. an der Prager Neusynagoge, 1855 Rb. in Kromìříž (Kremsier), Mähren. 1862 Rb. in Inowrocław (Inowrazlaw), Prov. Posen, gründet noch im selben Jahr neben der Elementarschule eine separate Religionsschule
ist seit 1863 auch Religionslehrer am städt. Progymnasium, trotz verschiedener Schikanen der Schulleitung gegen ihn. 1872 Gemeinderb. an der konservativen Synagoge in Pest, Rombachgasse.
Literatur
AZJ 1862, S. 740
AZJ 1905, Nr. 29, Beilage, S. 3
Israelit vom 20. Juli 1905, S. 1246f, mit Würdigung seitens des orthod. Amtskollegen D. H. Spitzer: „Obgleich Beamter der Pester isr. Hauptgemeinde, muß es doch zu seinem Lobe gesagt sein, daß sich dessen Wirksamkeit auf die möglichst strengste Einhaltung der Religionsvorschriften erstreckte. [...] Jede einzelne seiner Kanzelreden war äußerst gediegen und enthielt so viel Thora, daß ein moderner Rabbiner damit ein ganzes Jahr lang sein Auskommen fände“
Frankl-Grün, Kremsier, Bd. I, S. 87
Heppner und Herzberg, S. 464-466, 480f. (mit Bildnis)
Gold (Hrsg.), Judengemeinden Mährens, 1929, S. 297