Sohn des Joachim P. und der Sara Pollatschek, erste Talmudstudien bei dem Ortsrb. Daniel Frank, mit 13 J. zur Jeschiwa nach Preßburg, wo er sieben Jahre lang studierte und bei Oberrb. Wolf Sofer „Hausbocher“ und Hauslehrer war. Gymnasialstudien am Neustädter Gymnasium in Prag
25. Sept. 1857 Abitur, kurzzeitige Studien an der Prager Universität. Durch Berufung von Bürgermeister Noë Stroß 1859 Rb. in Hranice (Mährisch-Weißkirchen), verheiratet mit Machla-Minna Freistadt (1840-1910), einer Tochter des Isak Lew, Mitbegründers der orthodoxen Wiener Betschule. 1867 Rb. in Holešov (Holleschau), 1. Mai 1890 Dajan in Wien.
Dokumente
ŽM Prag, Nr. 67.973 mit Bewerbung in Velké Meziříčí (Groß-Meseritsch) und der Erklärung vom 22. Mai 1863, daß „ich überhaupt zu einer sogenannten ’Probepredigt’ mich nie und nirgends herbeilassen werde“
ÖStA/AVA Wien, Neuer Kultus, Israelitischer Kultus, D 5, vom 18. Apr. 1867, Gutachten über die Einrichtung eines isr. Proseminars und von Talmudschulen in Mähren
Ebd., D 3, Bd. II, vom 4. Dez. 1892 über die Durchführung der Studienverordnung vom 27. Dez. 1891.
Literatur
Ha-Mevaœœer 4 (1864), S. 158, über seine Tätigkeit in Hranice, wo er 1864 die bis heute erhaltene Synagoge einweihte