Geb. Februar 1767 in Jungholtz (Jungholz), Oberelsaß,
Gest. 10. Mai 1847 in Bruchsal
Sohn des Rb. Moses P., mit 16 J. zur Jeschiwa des Raphael Ris in Hagenthal- le-Bas (Niederhagenthal), Oberelsaß, mit 19 J. nach Mannheim zu Oberrb. Michel Scheuer und als Privatschüler von Abraham Naun. Lebt als Hauslehrer in Frankfurt/M. und als Kaufmann in Altdorf/Breisgau, heiratet dort Auguste Löwenstein und wird von seinem begüterten Schwiegervater ernährt, 1819 Rabbinatsverweser in Bühl, 13. Mai 1822 vereidigt als Rb. in Bruchsal, seit 1827 Bezirksrb. Führt eine kleine Talmudschule
nimmt einige liturgische Reformen vor. In seinem 69sten Jahr ging er seine zweite Ehe ein mit Judith Singer (1786-1850). Vater des Mannheimer Rb. Moses P. (1817-1861).
Dokumente
GLA Karlsruhe 133/378, vom 13. Mai 1822 Dok. über Vereidigung (hier jedoch „Elias Präger, gebürtig von Sierens im Elsaß, 47 Jahre alt, verheirathet“); vgl. auch 19. Juni 1822: Auf seine Bitte um eine Druckerlaubnis für seine Antrittspredigt bescheidet ihm das Kreisdirektorium, „daß der Druck dieser Rede zu unterbleiben hat“
Sterbeakte im Standesbuch Bruchsal; GLA Karlsruhe 390/632.
Manuskripte
Zürich Heidenheim Nr. 157, enthält seine Abschrift von hebr. Werken des Moses Chajim Luzzatto, angefertigt 1790 in Mannheim, dabei ein Vermerk über die Verbrennung seiner Abschrift der Mah. baroth des Immanuel von Rom durch Oberrb. Michel Scheuer
JTS New York 733 enthält eine anonyme Abschrift der Weisheit Salomonis in der hebr. Übs. von Wessely (nach der Druckausgabe Berlin 1784), kopiert in Mannheim 1791.
Publikationen
Eine Approbation, datiert Bruchsal 1839; Löwenstein, Index, S. 162.
Literatur
Benjamin Willstätter, Rede am Grabe des seligen Bezirksrabbiners Elias Präger von Bruchsal, Karlsruhe 1847
Moses Elias Präger, Predigt beim Trauergottesdienste für den sel. Bez
Rabb. Elias Präger, Karlsruhe 1847 (mit biogr. Abriß)
Nachrufe La Régénération 1847, S. 214- 216; AZJ 1848, S. 229
AZJ 1862, S. 9: „ein Mann der alten Schule und Richtung, mit gründlichen rabbinischen Kenntnissen ausgerüstet, von milder und versöhnlicher Gemüthsart, den profanen Wissenschaften zwar fremd, aber durchaus nicht feind“