Sohn des fürstlich-wallersteinischen Landesrb. Zwi-Hirsch Kahana R. (st. 1763) und der Elke, väterlicherseits Enkel des Fürther Rb. Baruch R. 1751 Dajan in Leszno (Lissa), Großpolen, 1763 Rb. in Wallerstein, wo er kurz vor dem Ableben seines Vaters als Nachfolger gewählt worden war, 1772 Landesrb. für das Erzbistum Köln und das Herzogtum Westfalen mit Sitz in Bonn.
Dokumente
HStA Düsseldorf, Kurköln II 5726, S. 62-66 Einsetzungsdekret für Isac Hirsch Cahen bestätigt 5. Juni 1772.
Publikationen
Talmudische Bemerkungen in H. idduše ha-RaŠBaS. seines Bruders, S. 201r
Halachische Korrespondenz mit Ez. Landau, in dessen Noda‘ bIhudah, Bd. I, OH Nr. 1; Bd. II YD Nr. 189
Sechs Approbationen, datiert Leszno 1762, Wallerstein 1764-1768, Bonn 1776; Löwenstein, Index, S. 164.
Epigraphik
Grabstätte in Bonn-Schwarzrheindorf; Fotografie und Transkription der Inschrift bei Brokke/ Bondy, Bonn-Schwarzrheindorf, S. 210f. R. wird als „Kabbalist“ und als Leiter einer Jeschiwa gerühmt.
Literatur
Ad. Jellinek, Das alte Memorbuch der Deutzer Gemeinde, Wien 1881, S. 66: R. sei ein Mann von großem Wissen (Sinai Baqi) gewesen „in der offenbarten wie in der Geheimlehre“; er habe sich durch Gerechtigkeit und Mildtätigkeit ausgezeichnet, etwa zum Wiederaufbau der 1784 flutgeschädigen Deutzer Synagoge Spenden gesammelt
Eisenstadt und Wiener, Da‘ath Qedošim, S. 166f
Löwenstein, „Die Rabbinerfamilie Rapoport in Deutschland“, BJGL 1 (1899), S. 23
Lewin, Lissa, S. 322
Müller, Ries, S. 176
Löwenstein, „Fürth“, I, S. 182f
PK Bavaria, S. 617
Klein, „Kurköln“, S. 270, 278
Henry Frænkel, „The Frænkel Familiy“, in: Frænkel, Genealogical Tables, Bd. II, Blatt Aa.