Sohn des aus Grodno (Litauen) stammenden Fürther Rb. Baruch Kahana R.
seine Mutter Sara-Chaja (gest. 1751) war Tochter des Rb. Moses Charif. Verheiratet mit Gella Berg, Tochter des Fürther Gemeindevorstehers Wolf B., Handelsunternehmer in Fürth, lehnt rabbinische Würden zunächst ab, verliert aber sein erheiratetes Vermögen als Teilhaber des Fürther Hofjuden Gabriel Fränkel. Wird daraufhin 1733 Rb. der Ganerbschaft Rothenberg mit Sitz in Schnaittach, 1742 Landesrb. des Fürststifts Würzburg mit Sitz in Heidingsfeld, am 10. Aug. 1742 durch Fürstbischof Friedrich Karl bestätigt. 1763 redigierte er das Heidingsfelder Gebetbuch nach den liturgischen Ortsbräuchen
mit dem Arnsteiner Regreß vom 27. Jan. 1772 wird er auch von den Juden der unterfränkischen Ritterschaft als Rb. anerkannt. Seine zweite Frau Esther Gumpel (gest. 1768) war eine Tochter des angesehenen Marx Lion Emrich aus Wien und Witwe des Frankfurters Jakob Speier.
Dokumente
StA Würzburg, W. C. 101, G 14107 Regulierung der Ober- und Unterrabbiner-Sporteln, 1774-1775
Memorbucheintrag bei Bamberger, Würzburg, S. 46f.
Manuskripte
StA Würzburg, Judenschaft 29-30, 32, 34 enthält etwa zwanzig Faszikel des unter seinem Vorsitz aufgenommenen hebr. Gerichtsprotokolls, 1742-1778.