Verheiratet in Steinbach mit Luise Samuel, um 1804 Rb. der etwa hundert Seelen zählenden Gem. in Homburg/ Saar, Mitglied des Großen Sanhedrin in Paris, auf dessen Entschlüsse er am 4. Juni 1809 vereidigt wird
bis 1814 dem Mainzer Oberrb. unterstellt. Sechs Kinder, von denen Ludwig S. erfolglos die Rabbinerkarriere versucht.
Dokumente
LA Speyer, G6 Nr. 191, vom 10. Juni 1806 Bericht des Unterpräfekten im Arrondissement Deux-Ponts (Zweibrücken) über seine Eignung für den Sanhedrin: „Un rabbin se trouve à Hombourg; le maire l’assure honnête homme, mais non proposable au cas particulier“; vom 17. Okt. 1806: Er habe sich vorgestellt, „plein de bonne volonté“, aber ohne Geld für die Reise
AN Paris, F 19, Nr. 1840, vom 18. Mai 1808, Erhebung des Mainzer Präfekten über den isr. Kultus
AN Paris, F 19, Nr. 11.052, vom 30. Sep. 1813, „Tableau des Déclarations faites par les Rabbins & Docteurs de la Loi“
LA Speyer, H3 Nr. 8249, Statistik vom 14. Aug. 1815: „Es ist hier in Zweybrücken kein besonderer Rabiner angestellt, sondern jener von Homburg kommt jährlich hierher, um von den Juden eine freywillige Spende zu empfangen [...] Bey der Homburger Synagoge ist Nathan Salomon als Rabiner angeordnet [...] seit der Veränderung der politischen Umständen dieses Landes hat aller Verkehr mit der Consistorial-Synagoge von Maynz aufgehört“.
Literatur
Marx, Juden im Saarland, S. 133f
Blinn, Homburg, S. 65, 97; reproduziert auch die Namenserklärungen der Familie Salomon von 1808