BHR Biographisches Portal der Rabbiner

SALOMON, Nathan

  • Geb. 1762,
  • Gest. 16. Mai 1820 in Homburg/Saar
  • Verheiratet in Steinbach mit Luise Samuel, um 1804 Rb. der etwa hundert Seelen zählenden Gem. in Homburg/ Saar, Mitglied des Großen Sanhedrin in Paris, auf dessen Entschlüsse er am 4. Juni 1809 vereidigt wird
  • bis 1814 dem Mainzer Oberrb. unterstellt. Sechs Kinder, von denen Ludwig S. erfolglos die Rabbinerkarriere versucht.

Dokumente

  • LA Speyer, G6 Nr. 191, vom 10. Juni 1806 Bericht des Unterpräfekten im Arrondissement Deux-Ponts (Zweibrücken) über seine Eignung für den Sanhedrin: „Un rabbin se trouve à Hombourg; le maire l’assure honnête homme, mais non proposable au cas particulier“; vom 17. Okt. 1806: Er habe sich vorgestellt, „plein de bonne volonté“, aber ohne Geld für die Reise
  • AN Paris, F 19, Nr. 1840, vom 18. Mai 1808, Erhebung des Mainzer Präfekten über den isr. Kultus
  • AN Paris, F 19, Nr. 11.052, vom 30. Sep. 1813, „Tableau des Déclarations faites par les Rabbins & Docteurs de la Loi“
  • LA Speyer, H3 Nr. 8249, Statistik vom 14. Aug. 1815: „Es ist hier in Zweybrücken kein besonderer Rabiner angestellt, sondern jener von Homburg kommt jährlich hierher, um von den Juden eine freywillige Spende zu empfangen [...] Bey der Homburger Synagoge ist Nathan Salomon als Rabiner angeordnet [...] seit der Veränderung der politischen Umständen dieses Landes hat aller Verkehr mit der Consistorial-Synagoge von Maynz aufgehört“.

Literatur

  • Marx, Juden im Saarland, S. 133f
  • Blinn, Homburg, S. 65, 97; reproduziert auch die Namenserklärungen der Familie Salomon von 1808
  • Ayoun, Juifs de France, S. 177.