BHR Biographisches Portal der Rabbiner

SAMMTER, Ascher, Dr.

  • Geb. 1. Jan. 1807 in Werna am Harz,
  • Gest. 5. Feb. 1887 in Berlin
  • Mit 15 Jahren Hauslehrer in Halberstadt, nach anderer Quelle elf Jahre lang Lehrer an der dortigen Hascharat-Zwi-Schule (TZW 1846, S. 147)
  • 1833 Reifeprüfung am Halberstädter Gymn., Studien in Berlin, 21. Aug. 1837 prom. Jena
  • 1837-54 Prediger und Elementarlehrer, auch „Rabbiner“, in Legnica (Liegnitz), Niederschlesien, führt dort Predigt und Konfirmation ein, Anhänger der konservativen „Theologen-Versammlung“ (1846) Z. Frankels. Legt 1854 das Amt nieder und widmet sich literarisch-publizistischer Tätigkeit
  • seit 1867 lebt er zurückgezogen in Berlin, Rosenthalerstr. 23.

Dissertation

  • De ratione quae inter psychologiam et philosophiam ipsam obtinet, dissertatio, Diss. Jena 1837 (118 S.)

Dokumente

  • UA Jena, M 283, fol. 128-137 Promotionsakten; nach der Vita war er am 25. Dez. 1808 in Derenburg (Hzm. Magdeburg) geboren.

Publikationen

  • Gedächtnissrede für Friedrich Wilhelm III., König von Preußen, in der Synagoge zu Liegnitz, 1840
  • Die Unsterblichkeit unserer Person, wissenschaftlich beleuchtet, Legnica 1843
  • Die Schlacht bei Liegnitz am 15. August 1760, 1860
  • Chronik der Stadt Liegnitz, 2 Bde. 1861-68
  • Die Catzbachschlacht (1813), Legnica 1863
  • Das Winutolische Institut der Vorbildner-Sammlung, 1865
  • Talmud babylonicum. Traktat Baba mezia, mit dt. Übers. u. Erklärungen, 1877-79
  • „Skizzen aus dem Leben eines jüd. Cultusbeamten“, JP 1878, S. 23, 35, 47
  • Mischna mit dt. Übs., Berlin 1887
  • Der Rabbi von Liegnitz. Eine historische Erzählung aus der Hussitenzeit, 1887/91, 156 S.

Literatur

  • Lippe 1879/81, S. 421; 1899, S. 249, und die JE X 684, führen ihn als Rabbiner
  • Nachrufe in JP 18 (1887), Nr. 5; Ha-Maggid 31 (1887), Nr. 7
  • Kayserling, „Jüdische Literatur“, S. 770, 890
  • Peritz, Liegnitz, S. 13f
  • JL IV2 82
  • Wininger V 346.