Mit 15 Jahren Hauslehrer in Halberstadt, nach anderer Quelle elf Jahre lang Lehrer an der dortigen Hascharat-Zwi-Schule (TZW 1846, S. 147)
1833 Reifeprüfung am Halberstädter Gymn., Studien in Berlin, 21. Aug. 1837 prom. Jena
1837-54 Prediger und Elementarlehrer, auch „Rabbiner“, in Legnica (Liegnitz), Niederschlesien, führt dort Predigt und Konfirmation ein, Anhänger der konservativen „Theologen-Versammlung“ (1846) Z. Frankels. Legt 1854 das Amt nieder und widmet sich literarisch-publizistischer Tätigkeit
seit 1867 lebt er zurückgezogen in Berlin, Rosenthalerstr. 23.
Dissertation
De ratione quae inter psychologiam et philosophiam ipsam obtinet, dissertatio, Diss. Jena 1837 (118 S.)
Dokumente
UA Jena, M 283, fol. 128-137 Promotionsakten; nach der Vita war er am 25. Dez. 1808 in Derenburg (Hzm. Magdeburg) geboren.
Publikationen
Gedächtnissrede für Friedrich Wilhelm III., König von Preußen, in der Synagoge zu Liegnitz, 1840
Die Unsterblichkeit unserer Person, wissenschaftlich beleuchtet, Legnica 1843
Die Schlacht bei Liegnitz am 15. August 1760, 1860
Chronik der Stadt Liegnitz, 2 Bde. 1861-68
Die Catzbachschlacht (1813), Legnica 1863
Das Winutolische Institut der Vorbildner-Sammlung, 1865
Talmud babylonicum. Traktat Baba mezia, mit dt. Übers. u. Erklärungen, 1877-79
„Skizzen aus dem Leben eines jüd. Cultusbeamten“, JP 1878, S. 23, 35, 47
Mischna mit dt. Übs., Berlin 1887
Der Rabbi von Liegnitz. Eine historische Erzählung aus der Hussitenzeit, 1887/91, 156 S.
Literatur
Lippe 1879/81, S. 421; 1899, S. 249, und die JE X 684, führen ihn als Rabbiner
Nachrufe in JP 18 (1887), Nr. 5; Ha-Maggid 31 (1887), Nr. 7