BHR Biographisches Portal der Rabbiner

SAMST, Emanuel-Mendel, gen. M. BASS

  • Geb. 1731 in Frankfurt/M.,
  • Gest. 14. Aug. 1815 das
  • Sohn des Isaak S., dessen Familie aus Zamoœæ in Polen stammte. Ausgebildet in Frankfurt/ M. bei Israel Lipschütz, dem späteren Klever Landesrb., nimmt in seiner Jugend auf ungeschickte Weise im dem von diesem ausgelösten „Klever Getstreit“ Stellung. 1775 Dajan in Frankfurt/M., Haus „Zum Wetterhahn“. Lehrt an der Wertheimerschen Lehrhausstiftung
  • später gehörte er zu den drei Pfründnern der Stiftung des Elias Löb Reiß (ggr. 1778). Gegen Ende seines Lebens verwaltete er kurzzeitig die durch den Tod von Hirsch Horwitz vakante Oberrabbinerstelle.

Dokumente

  • StadtA Frankfurt/M., Israelitisches Bürgerbuch 1812, S. 1: Bei der Emanzipation 1812 leistet er als Witwer den Bürgereid
  • HStAWiesbaden, 365/247, fol. 102, Eintrag im Sterberegister Frankfurt/M.: „Emanuel Isaac Samst, Bürger und Unterrabiner dahier“.

Manuskripte

  • New York JTS Rab. 422 Homilien, 88 Bl. [IMHM 37443]. Auch 392 [37417] und 364 [37382].

Publikationen

  • Eine Approbation, datiert Frankfurt 6. Dez. 1793; Löwenstein, Index, S. 175.

Literatur

  • Horovitz, Frankfurter Rabbinen, S. 211f
  • Dietz, S. 23, mit dem falschen Todesjahr 1796
  • Adler, „Schulwesen“, S. 165f
  • Arnsberg, Neunhundert Jahre, S. 59, 72f; S. 36 nennt als Stammvater der Familie den 1644-1666 wirkenden Frankfurter Oberrb. Mendel b. Isaak b. Awigdor Bass gen. Samst aus Krakau; die Nachkommen gründeten 1863 das Ffter. Bankhaus Bass & Herz.