Sohn des Isaak S., dessen Familie aus Zamoœæ in Polen stammte. Ausgebildet in Frankfurt/ M. bei Israel Lipschütz, dem späteren Klever Landesrb., nimmt in seiner Jugend auf ungeschickte Weise im dem von diesem ausgelösten „Klever Getstreit“ Stellung. 1775 Dajan in Frankfurt/M., Haus „Zum Wetterhahn“. Lehrt an der Wertheimerschen Lehrhausstiftung
später gehörte er zu den drei Pfründnern der Stiftung des Elias Löb Reiß (ggr. 1778). Gegen Ende seines Lebens verwaltete er kurzzeitig die durch den Tod von Hirsch Horwitz vakante Oberrabbinerstelle.
Dokumente
StadtA Frankfurt/M., Israelitisches Bürgerbuch 1812, S. 1: Bei der Emanzipation 1812 leistet er als Witwer den Bürgereid
HStAWiesbaden, 365/247, fol. 102, Eintrag im Sterberegister Frankfurt/M.: „Emanuel Isaac Samst, Bürger und Unterrabiner dahier“.
Manuskripte
New York JTS Rab. 422 Homilien, 88 Bl. [IMHM 37443]. Auch 392 [37417] und 364 [37382].
Publikationen
Eine Approbation, datiert Frankfurt 6. Dez. 1793; Löwenstein, Index, S. 175.
Literatur
Horovitz, Frankfurter Rabbinen, S. 211f
Dietz, S. 23, mit dem falschen Todesjahr 1796
Adler, „Schulwesen“, S. 165f
Arnsberg, Neunhundert Jahre, S. 59, 72f; S. 36 nennt als Stammvater der Familie den 1644-1666 wirkenden Frankfurter Oberrb. Mendel b. Isaak b. Awigdor Bass gen. Samst aus Krakau; die Nachkommen gründeten 1863 das Ffter. Bankhaus Bass & Herz.