[SCHACH,] Aron b. Moses, bürgerlich A. MOSESSOHN, gen. Minh. ath ’Aharon
Geb. in Glogau,
Gest. 19. Juni 1781 in Schwabach
Aus polnischer Rabbinerdynastie, die Moses Isserles zu ihren Vorfahren zählte. Sein Vater Moses aus Brčst (Brest-Litovsk, Brisk), Weißrußland, war Sohn des Aron, Rabbiners in £êczyca (Luntschitz) im östl. Großpolen und einer Tochter des Schabbetai Kohen, Verfasser des berühmten Šulh. an ‘Aruch-Kommentars Œifte Kohen (abgekürzt ŠaCh) in Wilna. Als Schwiegersohn des Benjamin Fränkel in Glogau war S. dort Dajan, dann Rb. in Dessau, 1763 Rabbinatspräses („Vicerabbi“) in Berlin, Sommer 1771 fürstlich-ansbachischer Landesrb. in Schwabach.
Dokumente
GStA Berlin, Rep. 104, IV A, Nr. 36 darin Wahl des bisherigen Assessors Lewin Abraham zum Landesrabbiner in Schwabach.
Publikationen
Deruš ‘al ha-šalom, Rede zur Feier des Hubertusburger Friedens, gehalten 15. Febr. 1763; wurde im Me’assef gedruckt und von Mendelssohn ins Deutsche übersetzt; Friedenspredigt, gehalten in der Synagoge zu Berlin am Sabbath, den 27ten Adar 523 (den 12ten März 1763) von Aaron Mosessohn; ins Deutsche übertragen von R. C. K., zum Druck befördert durch Hartug Leo, Berlin [1763]
Hrsg. Sefär ha-’Aroch seines Urgroßvaters Schabbetai Kohen zu YD mit eigenem Kommentar Minh. ath ’Aharon, Berlin 1767, 138 Bl.; Wien 1809; Sudilkov 1820
Halachische Korrespondenz aus seiner Berliner Zeit mit Ez. Landau in dessen Noda‘ bIhudah, Bd. I, OH Nr. 23
Achtunddreißig Approbationen, datiert Berlin 1763-71 und Schwabach 1772-80; bei Löwenstein, Index, S. 18.
Epigraphik
Seine Grabstätte befindet sich auf dem Friedhof in Georgensgmünd (frdl. Auskunft von Rolf Rossmeissl, Roth b. Nürnberg, 28. März 1998).
Literatur
Haenle, Ansbach, S. 124
Fuenn, Kenäsäth Yiœra’el, S. 76
Eisenstadt und Wiener, Da‘ath Qedošim, S. 191
Friedberg, Käthär kehunnah, S. 27
Landshuth, ’Anše Šem, S. 60, 62, 68
Löwenstein, Nathanael Weil, S. 33, 71
Löwenstein, Index, Nr. 283
Löwenstein, „Mergentheim“, S. 98
JE I 70
Wachstein, Mafteah. ha-häspedim, I, S. 7
EJ dt. I 70
Weinberg, Oberpfalz, Bd. V, S. 35
Weinberg, Memorbücher, S. 182f, 215, 230, 249
Halperin, ’At. las ‘Es. H. ayyim, Bd. IX (1982), S. 101, Nr. 990