[SCHACH,] Lazarus b. Aron, bürgerlich L. AARON, L. ARENS oder L. SCHLESINGER
Geb. 1738 in Glogau,
Gest. 30. Jan. 1823 in Mainbernheim, Unterfranken
Sohn des Glogauer und Berliner Dajan Aron b. Moses, zunächst Kaufmann in Glogau, folgt seinem Vater 1771 nach Schwabach und wird dort Klausrb., danach Rb. in Mainbernheim als einer der „Bezirksdajanim“ des Fsms. Ansbach
nach Übergang des Amtssitzes an das Ghzm. Würzburg ist er dem Oberlandesrb. in Heidingsfeld als Unterrb. unterstellt. Der Sterbeeintrag seiner Frau Rösla (1744-1818) aus Fürth, nennt sie seine „von ihm seit Jahren separirte Ehefrau“.
Dokumente
GStA Berlin, Fränk. Departement VII Nr.116, vom 14. Mai 1803, über die Erhöhung des Gehalts der fünf ansbachischen Distriktsrabbiner
StAWürzburg, Historischer Verein Ms. f. 296, Memorandum über das Judenwesen von dem Landesdirektionsrat Ernst von Halbritter, undatiert, ca. 1810 (bei Bamberger, Würzburg, S. 76): „Gegenwärtig sind im Grossherzogtum noch ein Oberrabbiner (in Heidingsfeld) und drei Unterrabbiner nämlich in Heidingsfeld, Burgpreppach und Mainbernheim; das letztgenannte ist erst durch den Staatsvertrag mit Bayern an das Grossherzogtum übergegangen“
StAWürzburg, Jüd. Standesregister, Nr. 70: „Von Kindern hinterbleiben hier ein Sohn, Namens Aaron; eine noch ledige Tochter, Namens Sophie oder gemeinhin Schöfele. Neben dem befinden sich noch einige Söhne auswärts, von welchen einer Rabbiner in Mergenthal [!] ist“.