BHR Biographisches Portal der Rabbiner

SCHAMES, Jakob

  • Gest. 18. März 1785 in Frankfurt/M
  • Sohn des Tewle S., 1763 Klausrb., Jeschiwaleiter und Dajan in Frankfurt/M
  • lehnt 1775 eine Berufung nach Würzburg- Heidingsfeld ab. Er habe, wie es heißt, sich auch gegen andere rb. Würden gesträubt, besetzte aber am Ende seines Lebens den zweiten Rangplatz unter den sechs Frankfurter Unterrabbinern. Horovitz spricht von „einem von einer reichhaltigen Bibliothek unterstützten ausgezeichneten Grammatiker“, der mit Heidenheim befreundet gewesen sei. Auch unter dem Namen seines Hauses „Zum schwarzen Hermann“ bekannt.

Epigraphik

  • Grabschrift in Horovitz, ’Avne Zikkaron, Nr. 3964; er habe lt. Grabschrift „die Rabbinatswürde abgewiesen“ („œaneh ’äth ha-rabbanuth“, S. 16).

Literatur

  • Schwarz, Däräch ha-Näšär, S. 4
  • Horovitz, Frankfurter Rabbinen, S. 209, 219, 232, 253, 323-325
  • Arnsberg, Neunhundert Jahre, S. 57
  • Joseph Buchsbaum, „Ha-Ga’on R. Ya‘aqov Šammaš“, Moriyyah VII,11-12, S. 16-19
  • Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 53, 106.