BHR Biographisches Portal der Rabbiner

SCHIFF, Mayer

  • Gest. 13. Aug. 1807 in Frankfurt/M
  • Sohn des Salomon S. Hakohen
  • Bruder des Londoner Rb. Tewele S., 1768 Dajan in Frankfurt/M. und Leiter einer Jeschiwa an der Wertheimer’schen Klausstiftung
  • später gehörte er zu den drei Pfründnern der Lehrhausstiftung des Löb Elias Reiß, die 1778 im Haus „Zum Schwan“ gegründet wurde 1795 Vorsitzender einer der beiden Abteilungen des Bet-Din, kurz darauf wurde er Rangerster der sechs Frankfurter Dajanim und Substitut des erblindeten Oberrabbiners. Bei der Emanzipation von 1812 leistet seine Witwe Mate Sinzheim den Bürgereid.

Dokumente

  • StadtA Frankfurt/M., Fremde wider Fremde Ugb D 77, Nr. 682: Er präsidiert am 16. Feb. 1798 einen Prozeß, „inmassen der Ober-Rabbiner blind ist“
  • StadtA Frankfurt/M., Israelitisches Bürgerbuch 1812, S. 30.

Manuskripte

  • New York JTS Rab. 870 [IMHM 42.239] Däräch ’Åniyyah zu den Talmudtraktaten H. ullin, Niddah, ‘Avodah Zarah und einem Teil von Baba’ Bathra’.

Publikationen

  • Däräch ’Åniyyah beyam ha-Talmud [nach Prov. 30,19], Kommentare zu den Talmudtraktaten Berachoth, Šabbath, Bes. ah und Menah. oth, Fürth 1798, 92 fol. (MGWJ 1906, S. 607; Löwenstein, „Fürth“, III, S. 82f., Nr. 360)
  • Eine Approbation, datiert Frankfurt 1793; Löwenstein, Index, S. 185.

Epigraphik

  • Der in mehrere Stücke zerschlagene Grabstein wurde in jüngster Zeit wiederentdeckt; Brocke, Frankfurt, S. 391-393.

Literatur

  • Steinschneider, Bodleiana, Bd. II, S. 1715
  • Horovitz, Frankfurter Rabbinen, S. 212
  • Löwenstein, „Fürth“, III, S. 82f
  • Adler, „Schulwesen“, S. 165f
  • Arnsberg, Neunhundert Jahre, S. 59
  • Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 214.