Bruder des Londoner Rb. Tewele S., 1768 Dajan in Frankfurt/M. und Leiter einer Jeschiwa an der Wertheimer’schen Klausstiftung
später gehörte er zu den drei Pfründnern der Lehrhausstiftung des Löb Elias Reiß, die 1778 im Haus „Zum Schwan“ gegründet wurde 1795 Vorsitzender einer der beiden Abteilungen des Bet-Din, kurz darauf wurde er Rangerster der sechs Frankfurter Dajanim und Substitut des erblindeten Oberrabbiners. Bei der Emanzipation von 1812 leistet seine Witwe Mate Sinzheim den Bürgereid.
Dokumente
StadtA Frankfurt/M., Fremde wider Fremde Ugb D 77, Nr. 682: Er präsidiert am 16. Feb. 1798 einen Prozeß, „inmassen der Ober-Rabbiner blind ist“
StadtA Frankfurt/M., Israelitisches Bürgerbuch 1812, S. 30.
Manuskripte
New York JTS Rab. 870 [IMHM 42.239] Däräch ’Åniyyah zu den Talmudtraktaten H. ullin, Niddah, ‘Avodah Zarah und einem Teil von Baba’ Bathra’.
Publikationen
Däräch ’Åniyyah beyam ha-Talmud [nach Prov. 30,19], Kommentare zu den Talmudtraktaten Berachoth, Šabbath, Bes. ah und Menah. oth, Fürth 1798, 92 fol. (MGWJ 1906, S. 607; Löwenstein, „Fürth“, III, S. 82f., Nr. 360)
Eine Approbation, datiert Frankfurt 1793; Löwenstein, Index, S. 185.
Epigraphik
Der in mehrere Stücke zerschlagene Grabstein wurde in jüngster Zeit wiederentdeckt; Brocke, Frankfurt, S. 391-393.