Sohn des Salman S. Hakohen und Neffe des Frankfurter Unterrabbiners Tewele S. aus einer Frankfurter Gelehrtenfamilie, die ihren Stammbaum auf Simeon ha-daršan (mittelalterlicher Autor des Yalqut. Šim‘oni) zurückführte. Schüler der Oberrb. Jakob Popper und Jakob-Josua Falk in Frankfurt/M., von letzterem ordiniert, um 1748-60 Rb. an Löb Sinzheims Klaus in Worms nach Heirat mit einer Bruderstochter des Stifters, um 1762-64 Dajan in Frankfurt/M., 1765 Rb. in London.
Manuskripte
Brief an seinen Bruder Mayer Sch., 30. Aug. 1782, über den Konflikt zwischen dem Berliner Oberlandesrb. Hirschel Lewin und den Aufklärern; bei Duschinsky, Rabbinate, S. 177f; Feiner, Mahpechath ha-Ne’oruth, S. 186.
Publikationen
Rannen Yerannenu [Ps. 132,9], Festgedicht zur Einweihung der Londoner Synagoge, Amsterdam [1767]
‘Aläh la-Terufah [Ez. 47,12], zur rituellen Zulässigkeit der Pockenimpfung, dazu Auslegungen zum ersten Kapitel von Berachoth, London 1785, 20 Bl
Širim uThišbah. oth, A Song and Praise, London 1790
Lešon Zahav [Jos. 7,21], Talmudauslegungen, Responsen, Anmerkungen zur Mischna und Homilien über den Pentateuch, hrsg. mit Ergänzungen von seinen Großneffen Beer und Gabriel Adler, Offenbach 1822, 32 + 44 S. [zwei Expl. AIU Paris, H 1358b, ZKH 2753], enthält ein biographisches Vorwort von G. Adler, der sich auf mündliche Überlieferung seines Vaters stützt. Die Responsen sind gerichtet an seinen Bruder Meyer Schiff, an seinen Neffen Mordechai Adler, an Nathan Maass u. a. Frankfurter Talmudgelehrte, an die Oberrb. Ezechiel Landau in Prag, Saul in Amsterdam und Abraham in Rotterdam
Halachische Korrespondenz mit Ezechiel Landau in dessen Noda‘ bIhudah, II, YD 24, 83, 213; EE 76, 136.
Bildmaterialien
JNUL Jerusalem, Schwadron Collection (Bildnis).
Literatur
Walden, Šem ha-Gedolim hä-h. adaš, S. 52
Adler, „Chief Rabbis“
Horovitz, Frankfurter Rabbinen, S. 320f
JE XI 100
Duschinsky, Rabbinate, Reg
JL IV2 207
Wininger V 415
Roth, The Great Synagogue, S. 29, 125ff
V. D. Lipman, Social History of the Jews in England, 1850-1950, 1954, S. 38f
EJ eng. XIV 595f, mit Bildnis
Arnsberg, Neunhundert Jahre, S. 52, 56
Halperin, ’At. las ‘Es. H. ayyim, Bd. IX (1982), S. 109, Nr. 1080; danach soll er in seiner Jugend Rb. in den polnischen Gemeinden Brody, Horokhiv (Horochów) und Leszno (Lissa) gewesen sein; offensichtlich liegt eine Verwechslung mit David b. Nathan Horochow vor