BHR Biographisches Portal der Rabbiner

SCHWAB, Emanuel

  • Geb. 10. Okt. 1812 in Heidingsfeld bei Würzburg,
  • Gest. 25. Juli 1869 in [Illereichen-]Altenstadt, Bay.-Schwaben
  • Sohn des Abr. Schwab und der Gunche Zürndorf, gymnasiale und talmudische Studien in Würzburg, 1833 Abitur, 25. Okt. 1833 imm. als cand. phil. in Würzburg, neun Semester Studium. 20-27. Mai 1837 Staatsprüfung in Bayreuth mit Note 3 (gut) und Ordination von Rabbiner Joseph Aub, weitere Ordination von Rb. Hirsch Kunreuther in Gelnhausen, Kurhessen. Jan. 1844 Lehrerexamen in Würzburg, Mai 1844 bis Mai 1846 Hofmeister bei Rb. Schwarz in Hürben, Bayer.-Schwaben, Bewerber in Meiningen (1846). 1852 Distriktsrb. in Altenstadt, dort zugleich auch Ober- und Religionslehrer an der isr. Schule und Deutschlehrer der Abschlußklasse
  • Lehrer- und Rabbinergehalt geben ihm je 300 fl. 3. März 1853 Heirat mit Bertha Ansbacher (geb. 1829), Tochter des Bernhard A. aus Ellingen. 1857 klagt er beim Landgericht Illertissen wegen seiner beschwerlichen Stellung
  • Bewerber in Bayreuth (1857) und in Bamberg (1863).

Dokumente

  • CAHJP Jerusalem, D/Wu1/2, Bd. II, S. 1 und 4, Zeugnisse vom 8. und 30. März 1827 über privaten Talmudunterricht bei Feibel Spiegel
  • Ebd., D/Ba17a/37, Zeugnisabschriften
  • StA Marburg, 100/3725, vom 16. Okt. 1853 über Bewerbung in Fulda
  • CAHJP Jerusalem, D/Ba28/21, Bewerbung in Bayreuth, 2. Apr. 1857; Sch. behauptet von sich selbst: „Ich bin Einer der wenigen Rabbiner in Bayern, die gehörige Studien gemacht haben“
  • StA Augsburg, Isr. Standesregister Schwaben, Nr. 41 und 42.

Epigraphik

  • Rose, Altenstadt, S. 57: „Neben seinen reichen theologischen Kenntnissen besaß er ein großes psychologisches [soll wohl heißen: philologisches] Wissen, namentlich in der alten und neugriechischen Sprache, worauf sein hiesiges Grabdenkmal besonders hinweist“.

Literatur

  • Rose, Altenstadt, S. 43, 56f
  • PK Bavaria, S. 606
  • Halperin, ’At. las ‘Es. H. ayyim, Bd. XI (1983), S. 68, Nr. 1374
  • Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 114.