BHR Biographisches Portal der Rabbiner

SELIGMANN, Ludwig

  • Geb. 1813 in Winzingen, Pfalz,
  • Gest. 27. Juni 1879 in Kaiserslautern
  • Progymnasium in Neustadt a. d. Weinstraße, mit kgl. Erlaubnis vom 25. Sep. 1829 nach Karlsruhe zum Studium bei dem Stiftsrabbiner Elias Willstätter sowie am Lyzeum. 27. Okt. 1832 imm. Heidelberg, 3 J. Studium der Theologie und Philologie. Aug. 1834 Staatsprüfung in Bayreuth. Da keine Anstellung, 3 J. Lehrer an der von Dr. Weil geleiteten isr. Schule in Frankfurt/M. 1843 Hauslehrer in Wien, 1843 Bezirksrb. in Kaiserslautern.

Dokumente

  • LA Speyer, Best. H3, Nr. 8136, Bd. I, Bl. 127, Bewerbungsschreiben.

Publikationen

  • „Die Pfälzischen Rabbinen“, INJ 1845, S. 334f (Entgegnung seines Kollegen El. Grünebaum ebd., S. 342-344)
  • Vier Predigten in der Synagoge zu Kaiserslautern gehalten, 1872, 27 S
  • (Übs.) Parabeln, Legenden und Gedanken aus Talmud und Midrasch zusammengestellt und geordnet von Prof. Giuseppe Levi, aus dem Urtexte ins Deutsche übertragen, 2. Aufl. Leipzig 1877.

Literatur

  • AZJ 1846, S. 743f, ein „Komplott“ gegen seine Reformen führt zu einem Gerichtsprozeß, bei dem S. sich unwürdig aufgeführt und v. a. seinen Vorgänger M. Cohen verunglimpft habe
  • Lippe 1879/81, S. 448, mit Doktortitel
  • Friedrich Spielhagen in Berth. Auerbach, Briefe an seinen Freund Jakob Auerbach, Fft./M. 1884, Bd. I, S. 14 Anm.: „Er verfehlte leider in der Theologie seinen Beruf, während Anlagen, Neigung und Kenntnisse ihn auf die klassische Philologie hinwiesen“
  • Kayserling, „Jüdische Literatur“, S. 771
  • Arnold, Pfälzische Juden, S. 104
  • Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 406f, 423, 496.