Gest. 8. Feb. 1873 in Treuchtlingen, Mittelfranken
Sohn des Rb. Pinkus S. und der Monika, 2 1/2 Jahre Unterricht bei seinem Vater in Kriegshaber, 1815/16 in der Oberklasse der Augsburger Realschule, 5. März 1823 Morenu-Zeugnis von Pinchas Katzenellenbogen in Öttingen, 11. Okt. 1825 Ordination von Moses Hechheimer in Ansbach. 1826 Ortsrabbiner in Treuchtlingen, und zwar „Rabbiner und Lehrer in einer Person“ (IA 1840, S. 103). Im Kompert-Prozeß unterzeichnet er auf Seiten der ungar. Trennungsorthodoxie. Nach dem Tod seiner Ehefrau, der Treuchtlinger Rabbinerstochter Henele-Henriette Horwitz (1797-1870), traute ihn Rb. Wissmann in Schwabach am 16. Dez. 1870 mit Adelheid Harburger (geb. 1811 in Bayreuth).
Dokumente
StA Nürnberg, RA 1932, Judensachen Nr. 168 enthält Lebenslauf und Schulzeugnis vom 29. Aug. 1815. Er schloß als 16. von 27 Mitschülern ab. „Sein Charakter ist ein gesetzter Ernst“; er sei „ein nachdenkender Schüler“ (1. Aug. 1816)
CAHJP Jerusalem HM 417, Heirats- und Sterberegister Treuchtlingen (Kopie)
Subskribent der Fürther Talmudausgabe (1832).
Literatur
WZJT 3, 1837, S. 126, über seine Teilnahme an der Kreissynode von 1836
Lippe 1879/81, S. 458
Memorbucheintrag bei Weinberg, Memorbücher, S. 209; seine Frau Hannele starb am 12. Mai 1870
Halperin, ’At. las ‘Es. H. ayyim, Bd. XI (1983), S. 79, Nr. 1532.