BHR Biographisches Portal der Rabbiner

TENDLAU, Heyum

  • Gest. 1829 in Wiesbaden
  • Sohn des Wiesbadener Rb. Abraham T., 1790 Rb. in Wiesbaden als Nachf. seines Vaters. Seine Söhne waren Abraham Moses T., Privatgelehrter in Wiesbaden, und Samuel Moses T., Lehrer an Philanthropin in Frankfurt/M.

Manuskripte

  • HStAWiesbaden, 230/761, Gutachten über die Bestrafung von Gemeindegliedern aus Kronberg wegen Fehlens beim Gottesdienst, 1816-18
  • Ebd., 210/2767, fol. 1, mit Regierungsbericht vom 7. Juni 1830: „Der verstorbene Juden-Rabbiner in hiesiger Stadt, Heyum Abraham Tendlau, war ein ungebildeter nicht studirter Rabbi, welcher zu Religionsvorträgen in der Synagoge nicht fähig war und zur Erklärung des Eides nur notdürftig gebraucht werden konnte; ausser den Gebühren für Kopulationen und sonstigen Verrichtungen hatte er keine Besoldung zu beziehen“. Siehe dazu AZJ 1908, S. 489.

Literatur

  • Kober, „Nassau“, S. 231, hiernach angestellt 1798 und gest. 1830
  • Arnsberg, Hessen II 387, 396
  • Bembenek, „Wiesbaden“, S. 14
  • Marzi, Nassau-Wiesbaden-Idstein, S. 114f
  • Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 115.