Sohn des Rb. Saul Feibel T.-F., Schüler des Juda Lieber Korngold in Krakau, des Tewele b. Nathan Horochow in Leszno (Lissa) und des Meschullam Igra in Tysmenitsa, Galizien, heiratet Jochebed-Rebecca Parnes, Tochter des Rb. Juda P. von Wiœnica in Kleinpolen und folgt schon mit 19 Jahren seinem Schwiegervater im Amt, 1802 Rb. in Lipník
leitet dort eine wichtige Jeschiwa. Er war in zweiter Ehe verheiratet mit einer Tochter des Rb. Zwi-Josua Halevi b. Schmelke Hurwitz.
Dokumente
Gedenkreden auf ihn in Los Angeles 828.bx.5.6 [IMHM 32.561] und Cincinnati, HUC ms. 487 [IMHM 19.022].
Manuskripte
ŽM Prag, ms. 290 Talmudauslegungen zu Pesah. in und Baba’ Mes. i‘a’ (Lipník 1822-1825)
Los Angeles 828.bx.3.5 [IMHM 32.536] Mitschriften aus seinen Vorträgen, zusammen mit Texten von Abraham Löb aus Úsov (Mährisch-Aussee), Moses Sofer aus Preßburg, Samuel Kolin aus Boskovice (Boskowitz), Chaim Deutschmann
Jerusalem JNUL 8o 3447 Talmudproblemata
Ebd. 24o 6186 Mitschrift eines Studenten Aron Levi aus seinen Lehrvorträgen zu HM, 1826
Ebd., 4o 5779 Talmudauslegungen von M. Benet und T.-F., 1827-1829.
Publikationen
Baruch T. a‘am [1. Sam. 25,33], Lemberg 1841, 40 + 46 Bl.; Józefów 1878, 90 Bl.; mit den Glossen Divre H. ayyim seines Schwiegersohns Chaim Halberstam Przemyœl 1878; Krakau 1895; Lublin 1902; Warschau 1914; Jerusalem 1963; Brooklyn 1964; u. ö
Marginalia zu Kerethi uFelethi des Jonathan Eibeschütz, zuerst in der Ausgabe Lemberg 1861
Mišnath Rav Marginalia zur Mischna, in der Ausg. Lemberg 1862
Marginalia zum Šev Šma‘tetha’ des Arje-Löb ben Josef Cohen, in der Ausg. Lemberg 1864
‘At. äräth H. achamim Responsen und talmudische Problemata, Józefów 1866, 69 + 61 Bl.; Podgorze 1900; New York 1962
’Imre Baruch Marginalia zu den T. ure ’Ävän des Lion Asser von Metz, in der Ausgabe Wien 1875
Marginalia zu den Responsen H. awwath Ya’ir des Chaim Bacharach, in der Ausg. Lemberg 1897
Baruch šä-’Amar talmudische Problemata, hrsg. von seinem Enkel Mordechai Dov Halberstam, Piotrków 1905, 44 Bl.; Jerusalem 1966, 28 + 175 S., mit Biographie des Autors
Marginalia zu den Responsen PanimMe’iroth des Meir Eisenstadt, nach der Hs. hrsg. Jacob Michael Hirshman in Qunt. res Haggahoth, New York 1972
Marginalia zu den ’Urim wethummim des Jonathan Eibeschütz, Jerusalem 1977
Weitere Marginalia zum Beth Me’ir des Meyer Munk gen. Posner, zu den Pene Yehošua‘ des Jakob-Josua Falk, zum Šulh. an ‘Aruch u. a., in den Ausgaben
Halachische Korrespondenz mit Moses Sofer in dessen Responsen Qoves. Nr. 89 (63), 90 (64)
Der Grabstein auf dem Friedhof von Lipník wurde 1992 restauriert. Die Inschrift nennt den Verstorbenen ’Aluf wega’on mašbith riv umadon/ zäh sinay we‘oqer harim bah. aris. utho/ gedole Yiœra’el qave‘u halachah kemohu/ kål davar ha-qašäh lefanaw hevi’u (Photographie bei J. Klenovský).
Literatur
Gedenkrede von Moses Sofer in dessen Derašoth Nr. 326-329
IA 1840, S. 128: „Die Schule des frühern Rabbiners, R. Baroch Fränkel [...] gab dem Thalmud-Studium Mährens, Böhmens und zum Theil auch Ungarns eine geistentwickelnde und selbstthätige Richtung, nach den Vorbildern des R. Jonathan Eibschitzer, und arbeitete so unbewußt der frühern Scholastik entgegen und dem Zeitgeiste in die Hand“
Fürst, Bibliotheca, Bd. I, S. 290
Walden, Šem ha-Gedolim häh. adaš, S. 32
Fuenn, Kenäsäth Yiœra’el, S. 201f
Eisenstadt und Wiener, Da‘ath Qedošim, S. 126
Dembitzer, Kelillath Yofi, Bd. I, S. 82 Anm.; Bd. II, S. 35- Schnitzer, Jüdische Kulturbilder, S. 116: „Fränkel war ein geschworener Feind des Chassidismus und dessen Adepten, der Wunderrabbiner; ja er war ein Feind der pietistischen Richtung überhaupt; bei ihm galt der ’feine Kopf’, das scharfsinnige Lernen, zu dem er seine Jünger nach Möglichkeit anleitete. Darum hielt er auch die damalige Preßburger Jeschiwah für minderwertig, weil dort das Hauptgewicht auf vieles, wenn auch flaches Lernen und auf frommes Beten gelegt wurde“
Kayserling, „Jüdische Literatur“, S. 728, 758
Eisenstadt und Wiener, Da‘ath Qedošim, S. 126
Berstein, Pithgamim me-H. achamim, S. 74, 102
JE XII 106f
Löwenstein, „Teomim“, S. 350
Gold (Hrsg.), Judengemeinden Mährens, 1929, S. 304
JL IV2 921
Wininger VI 103f, Geburtsdatum danach um 1750
EJ dt. VI 1082
Jonathan b. Josef-Jechiel Eibeschütz, Sefär ’Ohäl Baruch, Biographie, Lodz 1933, 88 S
Hallah. mi, H. achme Yiœra’el, S. 242
Halperin, ’At. las ‘Es. H. ayyim, Bd. IX (1982), S. 144, Nr. 1482
Nehemias Trebitsch über ihn, siehe dessen Responsen, Jerusalem 1989, Einl., S. 14. - Kinstlicher, Hä-“H. atham Sofer“ uvene doro, S. 102-104 (mit hebr. Schriftprobe)
Henry Fraenkel, „The Teomim Fraenkel Familiy“, in: Frænkel, Genealogical Tables, Bd. II, S. Æ, mit genealogischer Darstellung der Verwandtschaft zwischen ihm und Isaak-Joseph T