absolviert am 10. Okt. 1791 die 4. Hauptschulklasse. Rabbinische Ordination vom mährischen Landesrb. Mordechai Benet und vom Prager Bet-Din. Rb. der Prager Klaussynagoge, lehnt aber eine Teilnahme an Rabbinatskollegium lange Zeit aus Bescheidenheit ab. Während der Cholerazeit 1831 Mitglied der „Sanitäts-Commission“. 8. Juni 1837 provisorisch bestätigt als einer der drei „Oberjuristen“. Unterzeichnet 1844 den Aufruf gegen die Rb.-Versammlung.
Dokumente
SÚA Prag, ČG Vš., oddìlení 1836-1840, svazek 47/2/1, vom 28. Dez. 1836 zu seiner Person
SÚA Prag, HBMa 2762, Sterberegister
JNUL Jerusalem, cod. 4° 5806, S. 30, vom 18. Februar 1850, Todesmeldung im Protokollbuch der Prager Klaussynagoge; erinnert an sein „außerordentliches Wissen im Gebiethe der talmudisch-rabbinischen Literatur, dero Leutseligkeit und Friedliebe, dero Sittlichkeit und Legalität“.
Manuskripte
Instruktionsentwurf für die Kreisrabbiner, gemeinsam mit S. L. Rapoport, 9. Jan. 1842, in SÚA Prag, ČG Vš., oddìlení 1841-1855, svazek 18/3/4.
Publikationen
Eine Approbation, datiert Prag 1839; Löwenstein, Index, S. 196.
Literatur
Orient 1843, S. 110
AZJ 1838, S. 111; 1850, S. 8: „wenn er auch einer Zeit angehörte, welche dem jetzigen Standpunkte des Judenthums nicht in seiner ganzen Bedeutung entsprach, so konnte man doch mit Recht von ihm sagen ’Iš s. addiq tamim hayah bedorothaw ’äth ’älohim hithhallech“ (Gen. 6,9)
Hock, Mišpeh. oth Q. Q. Pra’g, S. 159 Anm
Klemperer, „Rabbis of Prague“, S. 81f, mit Anekdote über den Glauben des alten T. an die lebensverlängernde Wirkung des Prager Rabbinats