Sohn des David T. aus alter Prager Familie und Neffe des Oberjuristen Ephraim-Löw T.
sein Großvater Lipmann T. war kgl. böhmischer Münzmeister. Talmudstudium bei Samuel Landau, Neh. Trebitsch und 1821-24 bei Löb Glogau, erlernt dann das Uhrmacherhandwerk und ist nach der Meisterprüfung lange Zeit in der Zunft tätig, leitet aber zugleich eine Jeschiwa für zumeist ungarische Rabbinatskandidaten. 1863 wird er Lehrer an der Oberklasse der Talmud-Tora-Schule, die er für einige Jahre auf das Niveau eines Rabbinerseminars zu bringen versucht. Zu seinem Gedenken wurde der „Verein zur Beförderung und Verbreitung des Wissenschaft des Judentums Afike Jehuda“ gegründet.
Dokumente
ÖStA/AVAWien, Neuer Kultus, Israelitischer Kultus, D 5, vom 19. Sept. 1865, nennt „die prager höhere Talmudschule“ unter den 27 böhm. Vorbereitungsdozenturen für die Preßburger Landesrabbinerschule.
Manuskripte
ŽM Prag, ms. 285 Aufzeichnungen aus seiner Studienzeit, 117 Bl.
Epigraphik
Lieben, „Erster Wolschaner Friedhof“, S. 31.
Literatur
Abendland 1866, S. 25
Israelit 1869, S. 21, 78, Polemik um die Qualifikation seiner Schüler, ebd. S. 259 Nachruf, nennt ihn ro’š yešivah diqehillatenu; Gedenkrede von Rb. Samuel Freund
B. Knöpfelmacher in Festschrift aus Anlass der 40jährigen Gründungsfeier des Vereines Afike Jehuda, Prag 1909