Seit 1820 Talmudschüler an der Jeschiwa in Fürth und um 1827 bei Oberrb. Abraham Bing in Würzburg, 1831 Externenabitur das., 16. Mai 1832 imm. als cand. phil. an der Univ. Würzburg
studiert dort sechs Semester, 1834/35 an die Univ. München, Nov. 1836 Staatsprüfung in München mit der Note 3- (als letzter von 5 Kandidaten), 1840 Distriktsrb. in Marktsteft, Unterfranken, ca. 1852 Verlegung des Sitzes nach Mainbernheim. Orthodox, bildet Talmudschüler aus
unterzeichnet 1844 gegen die Rb.-Versammlung und 1864 im Kompert-Prozeß auf Seiten der ungar. Trennungsorthodoxie. Er war verheiratet mit Esther Abraham (1810- 1858).
Dokumente
StA Nürnberg, RA 1932, Tit 13, Nr. 651, Bd. I, Bl. 227v, Nr. 61, Liste der Fürther Talmudschüler vom 25. April 1824
CAHJP Jerusalem, D/Wu1/2, Bd. II, S. 34: Unter den zwölf jüdischen Theologiestudenten, die Abraham Bing am 24. Aug. 1827 für das Stipendium des Salomon Hirsch nominiert, erscheint Th. auf Platz neun
StA Nürnberg, RA 1968 Judensachen 6, von 27. Sept. 1863: Salomon Stiebel aus Mainstockheim hörte vom 10.-16. Lebensjahr (ca. 1850-56) „die Vorlesungen des Herrn Distrikts-Rabbiners F. L. Thalheimer zu Mainbernheim“
StAWürzburg, Jüd. Standesregister, Nr. 70.
Literatur
AZJ 1840, S. 174, Wahl in Marktsteft
Orient 1840, S. 151, über Widerstand gegen seine orthod. Haltung
Genannt als „D. Hr. Rabb. Thalheimer zu Marksteft von der isr. Gem. Mainbernheim“ unter den Spendern für die Witwe des Rb. Seckel Wormser in Michelstadt; AZJ 1848, S. 584
PK Bavaria, S. 514, 517, 546
Lowenstein, „1840s“, S. 282
Halperin, ’At. las ‘Es. H. ayyim, Bd. XI (1983), S. 72, Nr. 1429