Sohn des Beglaubten der Fürther jüdischen Gemeinde Simon Halevi B., dessen Vater der Darmstädter und Düsseldorfer Landesrb. Jakob b. Moses B. (st. 1774) und dessen Großvater der Mainzer Landesrb. Moses b. Jakob B. (st. 1767) aus der Familie des Maharal war. Verheiratet mit Hanna Heller, Tochter des Dürkheimer Rb. Abraham b. Jakob-Koppel H., nach dessen Tod 1794 wurde B. sein Nachfolger als leiningischer Landesrb. in Bad Dürkheim. Teilnehmer des Großen Sanhedrin in Paris, am 5. Juni 1809 auf dessen Beschlüsse vereidigt und dem Oberrb. in Mainz unterstellt. Als Nachf. des 1808 gestorbenen Gumbrich Mehler wird er im Alter Rb. in Bingen. Sein Bruder Alexander b. Simon B. starb am 31. Dez. 1801 als Vorbeter in Mainz.
Dokumente
AN Paris, F 19/1840, vom 18. Mai 1808 : Als „Brandeis, Abraham, 43“ in der Erhebung des Mainzer Präfekten über den isr. Kultus
AN Paris, F 19, Nr. 11.052 „Tableau des Déclarations faites par les Rabbins & Docteurs de la Loi“, Paris, 30. Sep. 1813
LBI New York, Berthold Rosenthal Archives, AR-C.220, 662/BR 25 „Das Memorbuch von Bad Dürkheim“.
Manuskripte
New York, Lehmann 199 Mitschriften eines Schülers aus Talmudvorträgen der Binger Rb. Gumbrich Mehler, Abraham Brandeis und Nathan Ellinger [IMHM 24.544].
Epigraphik
Grabstein in Bingen Nr. 420A. Die Inschrift bei Grünfeld, Bingen, S. 63, nennt einen „Moses b. Abraham Brandeis“ in Bingen.
Literatur
Salfeld, Vergangenheit der jüdischen. Gemeinde Mainz, S. 72 (Bad Dürkheim)
Bamberger, Aschaffenburg, S. 61 (Bad Dürkheim)
Löwenstein, „Mainz“, S. 230 Anm. (Bingen)
Löwenstein, „Fürth“, II, S. 81 (unterscheidet einen Dürkheimer und einen Binger Rb. desselben Namens)