BHR Biographisches Portal der Rabbiner

BRANDENBURG, Sanwel

  • Gest. 6. Sept. 1791 in Berlin
  • Sohn des Pinchas B., angeblich schon 1745 in Berlin, Rb. in Wolsztyn (Wollstein), Großpolen, 1767 Rb. in Altstrelitz, Mecklenburg, 1772 Dajan in Berlin
  • vermutlich kumulierte er fortan beide Ämter. Er war verheiratet mit Elke Halberstadt (st. 1773), Tochter des Joel H., dann mit Mirel Eckerstein (st. 1793), Tochter des Lipman E.

Dokumente

  • LHA Schwerin, Best. „Judenangelegenheiten Mecklenburg-Strelitz“, Nr. 68.

Publikationen

  • Dreizehn Approbationen, datiert Strelitz 1769-1772, Berlin 1773-1787; Löwenstein, Index, S. 175f.

Epigraphik

  • Die Inschrift der zerstörten Grabstätte (bei Landshuth, Nr. 297) spricht ihm Attribute wissenschaftlicher Bildung zu: ha-h. åchmah pe’ero ... h. acham h. irešim ... nafšo ha-maškäläth; siehe auch ebd. Nr. 1111 die Inschrift für seine erste und Nr. 177 für seine zweite Frau, Nr. 2569 für seinen Sohn, den Arzt Mordechai-Model B. (st. 1812); Nr. 1005 für seine Tochter Pessel (st. 1824), Ehefrau des Talmudgelehrten Sanwil b. Hirsch Aschkenas (st. 1813).

Literatur

  • Hamburger, Das Alte in dem Neuen, S. 16, gedenkt bei der Hundertjahrfeier der Altstrelitzer Synagoge (1868) „des Rabbinats-Assessors Samuel Sanwil Hirsch“
  • Auerbach, Halberstadt, S. 33, und Löwenstein, „Fürth“, II, S. 71 erwähnen einen Sanfel Halberstadt, „der als Dajan in Berlin wirkte und 1792 in Strelitz starb“; dieser soll Sohn des Benedikt b. Meir in Halberstadt gewesen sein (gest. 1700)
  • Landshuth, ’Anše Šem, S. 85
  • Stern, „Meyer Simon Weyl“, S. 193.