1808 „Aktuar“ des in Heidingsfeld, seit 1814 in Würzburg residierenden Oberrb. Abraham Bing, seit 1818 auch seitens der Kreisregierung als „Oberrabbinats-Substitut“ anerkannt.
Dokumente
StAWürzburg, Jüd. Standesregister, Nr. 90, zeigt „Isak Jüdlein Werner“ zwischen 1817 und 1831 bei der Vornnahme von Trauungen in Niederwerrn
CAHJP Jerusalem, „Würzburg“ D/ Wu1/2, Bd. II, S. 44 mit Dienstbestätigung vom 8. Jan. 1828; Bd. II, S. 100 mit Bings Bericht über Werners problematischen Gesundheitszustand (1829). „Die im März 1820 denselben betroffene und bis zum Nov. desselben Jahres angedauerte Gemüthskrankheit, wegen welcher derselbe sein früher eingegangenes Eheversprechen aufgegeben, ist im Januar 1827 wiederum bei demselben zurückgekehrt, von welcher er erst im Oktober 1827 wiederum geheilt wurde. Diese Krankheit kostete ihn mehr als 1000 f. Derselbe darf weder Geist noch Körper nur im Geringsten anstrengen, und muß sich immer sehr schonend und ruhig verhalten“. Wurde behandelt im Julius- Hospital, und nach seiner Rückkehr in seinen Geburtsort Niederwerrn von Ärzten in Schweinfurt
Ebd. Bd. I, S. 257 vom 17. Nov. 1837 Rückblick Bings; er nahm „den verlebten Isaac Werner in meine Behausung, gab ihm Kost, Logis u. einen jährlichen Gehalt u. dieser war mir über 27 Jahre als ein treuer u. braver Diener zur Seite“.
Manuskripte
JNUL Jerusalem, cod. 8° 2381 enthält Aufzeichnungen, die ein anonymer Talmudist vor 1791 während seiner Studienzeit an den Jeschiwot von Metz und Prag und danach bis 1835 bei Oberrb. Bing in Heidingsfeld und Würzburg anfertigte; der Schreiber ist wahrscheinlich W.
Publikationen
Freimann, Frankfurt, S. 434, nennt Zwei Reden, Würzburg 1819, eines „Samson Werner“.
Literatur
Gehring-Münzel, Vom Schutzjuden zum Staatsbürger, S. 349 Anm