BHR Biographisches Portal der Rabbiner

WIESNER, Jonas Julius, Dr.

  • Geb. 1814 in Náchod, Ostböhmen,
  • Gest. 14. Mai 1889 das
  • Sohn des Isak W., Schüler von Joachim Deutschmann in Kolín
  • regulärer Besuch des Gymnasiums und der Universität in Prag, 19. Juni 1845 bestätigt als Rb. in Náchod, Böhmen, dort später auch Substitut des Kreisrb. für den ehem. Königgrätzer Kreis.

Dokumente

  • SÚA Prag, ČG Vš., oddìlení 1841-1855, svazek 18/3/59, Bestät. in Náchod
  • ÖStA/AVA Wien, Neuer Kultus, Israelitischer Kultus, D 5, vom 19. Sept. 1865, nennt ihn unter den 27 böhm. Vorbereitungsdozenten für die Preßburger Landesrabbinerschule.

Publikationen

  • „Die Lehrfreiheit im Judenthum“, MGWJ 3 (1854), S. 365ff
  • Scholien zum Babylonischen Talmud, 3 Bde. zu Berachoth, Šabbath und Pesah. im, Prag 1859-67
  • „Einiges über die Einrichtung der Synagoge zur Zeit des Thalmuds“, BCh 1860, S. 479ff
  • „Zur synagogalen Archäologie“, ebd., S. 581ff
  • Der Bann in seiner geschichtlichen Entwickelung auf dem Boden des Judenthumes, Leipzig 1864, 106 S
  • „Das Märtyrerthum Rabbi Akiba’s“, Abendland 1866, S. 49-51, 57-59
  • „Eine Wandlung in der Ethik des Judenthums“, ebd., S. 188, 194-196
  • „Die rabbinische Ordination und die Macht zu binden und zu lösen“, Abendland 1867, S. 26
  • Giv‘ath Yerušalayim. Über Wesen, Ursprung und Geschichte des jerusalemischen Talmud, hrsg. Peter Smolensky, Wien 1871.

Literatur

  • Neuzeit 1864, S. 299, über gutnachbarliche Beziehungen zum katholischen Klerus
  • Wahrheit 1871, S. 41 über seine konservative, den Extremen abholde Richtung
  • Trauungsbefugnis „im ganzen ehemaligen Königgrätzer Kreise und in den politischen Bezirken Hohenmauth, Landskron und Leitomyschl“, lt. Durchführungsverordnung vom 20. Juni 1877
  • Lippe 1879/81, S. 533
  • Kayserling, „Jüdische Literatur“, S. 768f
  • Gold (Hrsg.), Judengemeinden Böhmens, 1934, S. 413
  • Jakobovits, „Nachod“, S. 290.