Sohn des Isak W., Schüler von Joachim Deutschmann in Kolín
regulärer Besuch des Gymnasiums und der Universität in Prag, 19. Juni 1845 bestätigt als Rb. in Náchod, Böhmen, dort später auch Substitut des Kreisrb. für den ehem. Königgrätzer Kreis.
Dokumente
SÚA Prag, ČG Vš., oddìlení 1841-1855, svazek 18/3/59, Bestät. in Náchod
ÖStA/AVA Wien, Neuer Kultus, Israelitischer Kultus, D 5, vom 19. Sept. 1865, nennt ihn unter den 27 böhm. Vorbereitungsdozenten für die Preßburger Landesrabbinerschule.
Publikationen
„Die Lehrfreiheit im Judenthum“, MGWJ 3 (1854), S. 365ff
Scholien zum Babylonischen Talmud, 3 Bde. zu Berachoth, Šabbath und Pesah. im, Prag 1859-67
„Einiges über die Einrichtung der Synagoge zur Zeit des Thalmuds“, BCh 1860, S. 479ff
„Zur synagogalen Archäologie“, ebd., S. 581ff
Der Bann in seiner geschichtlichen Entwickelung auf dem Boden des Judenthumes, Leipzig 1864, 106 S
„Das Märtyrerthum Rabbi Akiba’s“, Abendland 1866, S. 49-51, 57-59
„Eine Wandlung in der Ethik des Judenthums“, ebd., S. 188, 194-196
„Die rabbinische Ordination und die Macht zu binden und zu lösen“, Abendland 1867, S. 26
Giv‘ath Yerušalayim. Über Wesen, Ursprung und Geschichte des jerusalemischen Talmud, hrsg. Peter Smolensky, Wien 1871.
Literatur
Neuzeit 1864, S. 299, über gutnachbarliche Beziehungen zum katholischen Klerus
Wahrheit 1871, S. 41 über seine konservative, den Extremen abholde Richtung
Trauungsbefugnis „im ganzen ehemaligen Königgrätzer Kreise und in den politischen Bezirken Hohenmauth, Landskron und Leitomyschl“, lt. Durchführungsverordnung vom 20. Juni 1877
Lippe 1879/81, S. 533
Kayserling, „Jüdische Literatur“, S. 768f
Gold (Hrsg.), Judengemeinden Böhmens, 1934, S. 413