BHR Biographisches Portal der Rabbiner

WOLF, Marum b. Meir, gen. Ellinger

  • Geb. 1758 in Ellingen, Mittelfranken,
  • Gest. 6. Juni 1829 in Niederstetten, Württ
  • Sohn des Wolf Marum, zwölfjähriges Jeschiwastudium, Hattarot aus Frankfurt und Fürth, 24. März 1787 Rb. des oberen Meistertums des Deutschen Ordens mit Sitz in Ellingen. Vor 1800 Wechsel auf das Rt. Niederstetten. Ehemann der Lea Lazarus aus Berlin (1763-1845)
  • beider Sohn Michael Wolf (geb. 1799 in Niederstetten, gest. 1. März 1832 das.) amtierte in Niederstetten als Rabbinatsverweser nach dem Tod des Vaters.

Dokumente

  • Todeseintrag seines Vaters im Memorbuch Ellingen, 15. Feb. 1791, siehe Weinberg, Memorbücher, S. 193
  • StA Augsburg, Reg. 11.866, von ihm ausgestelltes Schächterdiplom
  • StA Ludwigsburg B 287 Nr. 59 und 70, längerer Rechtsstreit von 1791 mit verschiedenen Gemeinden des Sprengels, die ihm die Anerkennung kündigten; er „seye nicht nur ein zancksüchtiger Mann, sondern auch in dem Mosaischen Recht gar nicht bewandert“; es heißt, daß „derselbe bei Erhaltung der Rabinerstelle lediglich die Schuzgelds-Freiheit zur Absicht gehabt habe“ (11. Juli 1791). All dies sei falsch, behauptet der Amtmann in Ellingen; „Unterthänigster Bericht über das bisherige Betragen sowohl als über die besizende Geschicklichkeit des hiesigen Rabiner Marum Wolf“, 9. Aug. 1791
  • HStA Stuttgart, Best. E 201c, Büschel 46, Liste der zwölf im Jahr 1828 in Württ. amtierenden Rabbiner
  • Ebd., Büschel 57, 12. Okt. 1814 und 26. Apr. 1820: W. will seinen Sohn Michael in Fürth und Mainz studieren lassen und ersucht um dessen Befreiung vom Militärdienst.

Epigraphik

  • Grabsteine für ihn, seinen Sohn und seine Frau auf dem jüd. Friedhof Niederstetten, Nr. 354, 355 und 356; siehe Situtunga Michal Antmann, Der jüdische Friedhof von Niederstetten, unveröffentlichte Grunddokumentation des Landesdenkmalamtes, 1996; Expl. ZAGJD Heidelberg.