Sohn des Kaufmanns und rb. Gelehrten Meyer W., jüngerer Bruder des Rb. Jakob W., Talmudstudium in seiner Heimatstadt bis zum 17. Lebensjahr, 1845 als Hauslehrer nach Berlin, dort Privatunterricht und Tertia am Gymn. zum Grauen Kloster, Secunda und Prima in Braunschweig, 1849 zurück nach Berlin, Abitur am Gymn. in Stettin, 3. Mai 1850 Einschreibung an der Jur. Fak. in Breslau, zugleich Lehrer an der Industrieschule für isr. Mädchen. Infolge der politischen Reaktion am 13. Mai 1852 Wechsel zur Phil. Fak., Febr. 1853 Oberlehrerexamen, 9. Feb. 1854 Abgang von Breslau, 13. März 1854 prom. Halle, 1855 Rb. und Prediger in Koœcian (Kosten), Prov. Posen, für 191 Seelen, legte 1859 das Amt nieder, heiratete in Rakoniewice (Rackwitz) die Kaufmannstochter Charlotte Wasser und nahm selbst den Handelsberuf an
1866 wurde er Stadtverordneter und 1872 Stadtv.-Vorsteher
1896 übersiedelte er nach Berlin.
Dissertation
De linguae Hebraicae semivocalibus a Salomone Hanau Iudaeo de grammatica Hebraica egregie merito medio fere saeculo praeterito repertis commentatus est, Diss. Halle 1854.
Dokumente
AU Wrocław, F 434, S. 100, mit Matrikeleintrag; ebd., F 458 Studentenregister; danach geb. am 28. Dez. 1828
UA Halle, Phil. Fak. I, Nr. 30, mit Vita; ebd., Phil. Fak. II, Nr. 80, Bl. 52-55, mit den Promotionsakten.
Literatur
„Verzeichniß der [...] Synagogen-Gemeinden“, 1858, S. 44f
Markus Brann, in 100. Jahresbericht über die Industrieschule für israelitische Mädchen, abgestattet vom Vorstande der Anstalt 1901, Breslau 1901, S. 27