Gest. „28. Kislew 1876“ (nach Wreschner: 1875, also vielleicht 26. Dez. 1875) in Pobiedziska (Pudewitz), Prov. Posen
Sohn des Samson W. und der Beute aus RogoŸno (Rogasen), Enkel und Schüler des Maggid von Schebsk im Alter von 7-14 Jahren, lernt weiter in Leszno (Lissa) bei Isaak Wreschner und zehn Jahre lang bei Akiba Eger, zu dessen Lieblingsschülern er gehörte. Am 7. Febr. 1822 Heirat mit Scheine-Jenny Neufeld aus Œrem (Schrimm), einer Enkelin des Rb. Nathan N. aus Zaniemyœl (Santomischel), wo er sich als Krämer niederläßt. 1828 Rb. in ¯erków (Zerkow), Prov. Posen. Nach dem Tod seiner Frau 1873 legte er das Amt nieder und ging zu seinem Sohn nach Pobiedziska. Großvater des Rb. Leopold W. in Bad Homburg und des Prof. Arthur W. in Zürich.
Dokumente
JM Frankfurt/M., PSR A 281, Trauungs- und Geburtsregister von Zaniemyœl; danach seien er und seine Frau bei der Vermählung 30 bzw. 25 Jahre alt gewesen
CAHJP Jerusalem AHW 553, Bl. 28, vom 1. Mai 1899, Lebenslauf seines Sohnes, des Breslauer Händlers und Privatgelehrten Wolf W. (geb. 1837), verheiratet 1860 mit der ältesten Tochter des Dajans J. J. Falk aus Breslau und Vater des Rb. Dr. W. in Szamotuły (Samter).
Publikationen
Zitate überliefert im Divre S. evi des Hirsch Schneidemühl, 1890.
Epigraphik
Wreschner, „Eger“, II, S. 18f, mit Mitteilung seiner Grabschrift.
Bildmaterialien
Photographisches Bildnis, reproduziert bei Heppner und bei Sinason.
Literatur
„Verzeichniß der [...] Synagogen-Gemeinden“, 1858, S. 54, für 336 Seelen
M. W. Lukaszewicz, Stra¿nica Ostròw i miasto Zerkòw, Posen 1891, S. 50
Lewin, Lissa, S. 347
Heppner und Herzberg, S. 914, 1011, 1024f: „Dieser von der Sage mannigfach, oft aber wahrheitswidrig gefeierte, wahrhaft fromme, weltfremde Rabbi wird von dem katholischen Geistlichen Lukaszewicz als ein sehr gelehrter, immer in den Talmud vertiefter Mann geschildert, der aber schlecht polnisch sprach“; ebd., S. 1025 erwähnt seine hebr. Übersetzung der Statuten der jüd. „Schneiderinnung zu Zerkow“
Sinason, The Gaon of Posen, S. 39-41
Hirschler, Sefär Me’oran šäl Yiœra’el, Bd. II, S. 335-338.