Geb. nach eigener Angabe in „Prieskau“ im späteren Preußen, vielleicht Prószków (Proskau), Oberschlesien
Seit 1774 in Böhmen, Schüler des Ez. Landau in Prag
von diesem noch vor seiner Heirat mit dem Rabbinerdiplom geehrt, „welches ein seltenes Ereigniß ist, daß ein lediger zu dieser jüdischen Würde gelanget“
ca. 1794 Rb. in Turnov (Turnau), Ostböhmen. Lehnt 1801 einen Ruf nach Schnaittach auf das Landesrt. der oberpfälzischen Judenschaft ab
Bewerber gegen Elias Chlumetzer um die Chrudimer Kreisrabbinerstelle (1806).
Dokumente
ÖStA/AVAWien, Alter Kultus, Isr. Kultus, Karton 4, mit einem Bericht des böhm. Guberniums vom 20. März 1806 über seine Person. Samuel Landau und Jecheskel Glogau unterstützen seine Bewerbung, dagegen ist Eleasar Fleckeles. Angeblich habe B. „zwar den deütschen Unterricht auf einer öffentlichen Schule nicht, wohl aber jenen der philosophischen Wissenschaften, und dieß an der prager Universität vor 20 Jahren erhalten habe, jedoch sich hierüber mit den erforderlichen Zeugnissen von daher auszuweisen unvermögend sey, weil zu jener Zeit keine Vorschriften bestanden, diese Wissenschaften öffentlich zu hören“: Es handelt sich um den frühesten belegten Universitätsbesuch durch einen Rabbinatskandidaten.
Literatur
Spuren jüdischer Vergangenheit in Adelsdorf, S. 79