BHR Biographisches Portal der Rabbiner

BRETZFELDER, Meyer, auch M. HELLER

  • Geb. ca. 1750 in Pretzfeld, Oberfranken,
  • Gest. 12. Mai 1823 in Schnaittach, Mittelfranken
  • Sohn des Juda-Jockel Heller und der Breindel, väterlicherseits Nachkomme von Jomtov Lipmann Heller (1579-1654) aus Wallerstein, dem Autor der Tosefoth Yomt. ov. Verheiratet mit einer Tochter des Meyer Levi, die 1807 starb. 1769 Unterrb. in Adelsdorf, Oberfranken, übt auch bis ans Ende seines Lebens das Beschneideramt aus. 1. April 1801 Wahl zum Oberrb. der Dreigemeinde Schnaittach, Ottensoos und Forth, wo er als letzter oberpfälzischer (und bis zur Annexion Frankens im Nov. 1808 auch als bayerischer) Landesrb. fungierte. In den drei Jahren nach seinem Tod besetzte vermutlich sein Sohn das Amt, denn ein „Löw Heller früher Rabbiner in Schnaittach“ traute 1838 ein Paar in Sommerhausen, Unterfranken.

Dokumente

  • StAWürzburg, Jüd. Standesreg., Nr. 127 (Sommerhausen), Trauungen, 21. Aug. 1838.

Manuskripte

  • Dinim zu YD, nach Pfeifer, Reckendorf, S. 66 Anm.; er zitiert darin eine Notiz, die sein Vater Jockel am 9. Dez. 1764 in Reckendorf anfertigte
  • Mohelbuch über 545 Beschneidungen von 1771-1828, enthält auch verschiedene Notizen zum Tagesgeschehen; Fleischmann, S. 80.

Publikationen

  • Der Kultus der Juden. Geschildert von Joseph von Obernberg und Majer Bretzfeld, München 1813 [Expl. GJ Köln, BL-OBE Wandschrank].

Epigraphik

  • Die Grabschrift (bei Fleischmann, S. 81) vermerkt unter seinen Verdiensten nur das Beschneideramt.

Literatur

  • Weinberg, Oberpfalz, S. 173-177
  • PK Bavaria, S. 197, 246, 374
  • Hildesheimer, Qehillath Šnayit. a,’ch, Bd. I, S. 52; er unterzeichnet im Protokollbuch „Meir Heller B[retz]-F[eld]“
  • Johann Fleischmann, „Landesrabbiner Meir Heller Pretzfelder“, in: Spuren jüdischer Vergangenheit in Adelsdorf, S. 79-82.