BHR Biographisches Portal der Rabbiner

AUSCHER, Simon, Dr.

  • Geb. 15. Sept. 1869 in Straßburg,
  • Gest. 13. Jan. 1933 in Haguenau, Unterelsaß.
  • Erstgeborener Sohn des Kaufmanns Marx A. aus Neuwiller/Westhoffen und der Fleurette, geb. Aron, aus Sarre-Union. In jungen Jahren Unterricht bei Rb. Isaac Guggenheim, als 13-Jähriger auf das Gymnasium in Sarreguemines (Saargemünd), Lothringen, 1884 Lyceum und Rabbinerschule des Zacharias Wolff in Colmar, Kommilitone von Joseph Bloch. 1891 Abitur
  • 1891-1896 Univ. Berlin, bis 1900 RS Berlin. 12. Juli 1897 Promotion in Gießen. 1901 im ADR als Rb. in Durmenach, Oberelsaß, seit 1908 Rb. in Altkirch und von 1921 an in Haguenau. Relativ liberal
  • sein Kommentar zur Halacha: Das Leben ist hart genug, man muß es nicht übertreiben
  • erlaubte die Orgel am Schabbat, schloß sich jedoch 1928 einer Deklaration der elsässischen Rabbiner an, die sich von der 1907 durch die französischen Rabbiner ausgesprochenen Erlaubnis, am Schabbat mechanische Fortbewegungsmittel/Verkehrsmittel zu benutzen, distanzierte. 17. März 1909 Heirat mit Jeanne Esther Schwab (geb. 1884 in Sainte-Marie-aux-Mines)
  • eine Tochter, Fleurette (geb. 1918, 13.02.1943 deportiert in das KZ Auschwitz).

Dissertation

  • Die Geschichte Josefs. Eine Übersetzung und kritische Behandlung des Midrasch Bereschith rabba; Par. 84,5-22 und P. 86,1-94,3, Diss. Gießen 1897 (Berlin; rez. in IM 12.01.1898).

Dokumente

  • UA Gießen Phil Prom Nr. 61
  • Zentralarchiv HD, Spezialinventar: Gesellschaft f. d. Geschichte der Israeliten in Elsass-Lothringen, Nr. 149 (G.46)
  • Yadvashem, Liste von Deportierten aus Frankreich, Le mémorial de la déportation des Juifs de France, Serge und Beate Klarsfeld (Hrsg.), Paris 1978, und Gedenkblatt.

Epigraphik

  • Begraben in Haguenau.

Bildmaterialien

  • DBR 2007, S. 117.

Literatur

  • Hildesheimer, RS, S. 21
  • DBR 2007, S. 116f
  • Eliav/Hildesheimer, S. 58.