Sohn des Kaufmanns Maier A., die Familie zog bald nach Wien, dort Besuch der öffentl. Volksschule, anschl. des Sophiengymnasiums, Sommer 1910 Abitur. 1910-1914 Univ. Wien, hier 1914 auch promoviert, die Dissertation legte er am 16. Juni 1917 vor. 1914 Rb. in Salzburg und Feldrabbiner während des 1. WK. 1918-1925 Bibliothekar für orientalische Sprachen an der Univ. Wien, 1926 Rb. in Insterburg (Tschernjachowsk), Ostpreußen, und Religionslehrer an Höheren, Mittel- und Volksschulen. 1936 Leiter der zionistischen Ortsgruppe in Insterburg. Ab 1926 Mitglied im ADR und im Nordostdeutschen Rabbinerverband, stellvertretender Vorsitzender, dann Vorsitzender. Zum 1. Okt. 1934 in Insterburg wegen fehlender Staatszuschüsse gekündigt. Bewerbung und Probepredigt in Erfurt (1936), lebte aber noch 1937 in Insterburg. März 1939 Emigration nach Holland, 1940 Deportation, Seelsorger im KZ Westerbork
6. Sept. 1944 Deportation ins Ghetto Theresienstadt, 29. Sept. 1944 nach Auschwitz.
Dissertation
Babylonische Rechtsurkunden aus der Regierungszeit Artaxerxes I. und Darius II, Diss. Wien 1914 (erschienen ebd. 1917 in der Reihe Denkschriften der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse 59,3, 118 S.).
Dokumente
UA Wien, Prom.-Akte Nr. 3880
CJA Berlin, 1, 75 A Ra 1 Nr. 13, fol. 140; Nr. 19, fol. 203; Nr. 20, fol. 62
Yadvashem, Liste von Bewohnern des Lagers Theresienstadt, Liste von Opfern aus den Niederlanden; Liste von Opfern aus Österreich.
Publikationen
„Das ‚kitab’ im Qurân“, Wiener Zeitschrift für die Kunde des Morgenlandes 1915; auch in Orientalische Literaturzeitung Berlin 19 (1916), S. 228-230.
Bildmaterialien
IFH 07.10.1926 (Nr. 40), S. 3
Lowenthal (Hrsg.), Bewährung, 1965, Fotoseite 2.
Literatur
IFH 07.10.1926 (Nr. 40), S. 3
Lowenthal (Hrsg.), Bewährung, 1965, S. 18
Tetzlaff, Kurzbiographien, 1982, S. 13
Walk, Kurzbiographien, S. 15;- Göppinger, Juristen, S. 238.