Gest. 22. Juni 1916 in Hirschberg (Jelenia Góra), Niederschlesien.
Sohn des Salomon B. und der Johanna, geb. Redlich
Elementarschule in Liegnitz, Besuch des kgl. kath. Matthias-Gymnasiums in Breslau und Unterricht bei Oberkantor Eduard Birnbaum. 1872-1881 JTS Breslau, 1875 Maturitätsexamen, ab 1875 auch an der Univ. Breslau
Febr. 1879 Promotion in Tübingen „mit einfachem Prädikat“. 1879 Kantor und Religionslehrer in Königsberg i. Pr. (Kaliningrad), 1880 (1887?) Rb. in Lauenburg in Pommern (Lêbork). 1887-1913 Rb. und Religionslehrer an der höheren Lehranstalt in Hirschberg. 1894 Gründer und Vorsteher des „Vereins für jüdische Geschichte und Literatur“ in Hirschberg, 1896 Gründungs- und Vorstandsmitglied im „Freien Verein jüdischer Religionslehrer Ostpreußens“
1912 erkrankt, 1913 in den Ruhestand. Schwager von Rb. Philipp Bloch.
Dissertation
Die historische Grundlage des Prophetenbuches Micha, Diss. Tübingen 1879.
Dokumente
UA Tübingen 131/28a, 97 und 28b, 28; als Geburtsort wird hier Liegnitz (Legnica) angegeben
CJA Berlin 1, 75 C Ra 1 Nr. 9, fol. 110; 75 A El 2 Nr. 18, fol. 113, 144-145.
Publikationen
Predigt zur Feier des 25jährigen Amtsjubiläums in Hirschberg i. Schl. am 31. März 1912 beim Scheiden aus dem Amte am 31. März 1913 den Mitgliedern seiner Gemeinde gewidmet, Hirschberg 1913. Einzelne Fest- und Gelegenheitspredigten.
Bildmaterialien
IFH 13.07.1916 (Nr. 28), S. 3 (gleiches Foto in IFH 05.04.1912 abgebildet).
Literatur
GB 26.01.1894 (Jg. 58, Nr. 4), S. 2
Brann, Geschichte JTS, 1904, S. 146
JJGL 16 (1913), S. 19
GB 18.04.1913 (Jg. 77, Nr. 16), S. 2
Kisch, Breslauer Seminar, S. 406
Heitmann und Schoeps (Hrsg.), Juden in Pommern, 1995, S. 53.