Sohn von Rb. Heinrich Chanoch E. und Ida, geb. Feuchtwanger
1916-1918 Soldat, 1919 Studium in München, um 1920 in Berlin am RS und an der Univ.
gleichzeitig Rb. der Etz Chaim Synagoge in Berlin. 1921 Aufenthalt in Königsberg, 1921- 1922 stellvertr. Rb. und Leiter der Talmud-Tora-Schule in München und der Religionsschule in Baden bei Wien. 1922-1925 Rb. in Preßburg (Bratislava), 1925 Stellvertreter seines Vaters in München. 1925-1926 Lehrer für Psychologie und Pädagogik in Rêbów, Polen
gleichzeitig dort Leiter eines Lehrerausbildungsprogramms und Mitbegründer der „Beth- Jacob“-Bewegung. 1927-1938 Nachfolger seines Vaters als Rb. der orthodoxen Adass Jeschurun-Gemeinde „Ohel Jakob“ in München
Vorstandsmitglied des Rabbinischen Gerichts der Adass Jeschurun München. Nov. 1938 KZ Dachau, Febr. 1939 Emigration nach England, Mai 1940 Internierung auf der Isle of Man. 1940-1942 Rb. für die Internierten und die Passagiere des Flüchtlingsschiffes Dunera, das deutsche und österreichische Emigranten, die in England als „feindliche Ausländer“ eingeschätzt wurden, zur Internierung nach Australien transportierte. Zugleich 1940-1942 Rb. der Gemeinde „Beth David“ in Melbourne. 1942-1946 Rb. der Gemeinde „Machzikai Hadath“ St. Kilda, Mitglied des rabbinischen Gerichts
seine Frau und Kinder lebten 1940-1946 in Cambridge. 1946 Rückkehr nach Großbritannien, Mitbegründer des heutigen „Bridge Lane Beth Hamedrash“, seit 1947 Rb. der Gemeinde „Kehal Adath Yeshurun“ des „Tempel Fortune“ in London. Dozent für Psychologie und Pädagogik. Verheiratet mit Jenny, einer Tochter Abraham Heckschers, des Parnas der Hamburger Gemeinde (gest. 4.11.1946 in Haifa), die als Religionslehrerin tätig war.
Dissertation
Untersuchungen über die Massora, ihre geschichtliche Entwicklung und ihren Geist, Diss. Königsberg 1925 (Hannover; Nd. Hildesheim1968).
Publikationen
„Untersuchungen über die Entwicklung und den Geist der Massora“, Jeschurun [NF] 1921-1924 (Jg. 8-11, zur Fortsetzung)
„Die religiöse Tat“, Jeschurun [NF] 12 (1925) und 13 (1926)
(Hrsg.) Minh. at pitim, Teil 1, München 1928
„Das religiöse Gefühl“, Nachalath Zewi 7 (1936/1937), S. 147-151
Youth appeals to us [articles mainly reprinted from The Australian Jewish News], Melbourne 1945
Jewish Thought in the Modern World, 1947
“Ashkenazi and Sephardi pronunciation“, Ateret Tsevi. Jubilee Volume Presented in Honor of The Eightieth Birthday of Rabbi Dr. Joseph Breuer, hrsg. von Marc Breuer and Jacob Breuer, New York 1962, S. 216-235. Weitere Beiträge in Nachalath Zewi. Artikel in religiösen Zeitschriften.
Literatur
Israelit 17.09.1925 (Jg. 66, Nr. 38), S. 7
JLZ 29.07.1927 (Jg. 7, Nr. 30), S. 6
Aufbau 15.11.1946, S. 32
S. Levi, in L. Jung (Hg), Men of the Spirit, 1964, S. 375-387
EJ engl. VI, S. 512
PK Bavaria, S. 117, 125
Ophir und Wiesemann, Bayern, 1979, S. 40, 52
BHE 1, S. 146
Walk, Kurzbiographien, S. 75
Sefer zikaron zecher raw le-morenu werabenu ha-ga’on Rabi Yona Yosef ha-kohen ’Erent. roy, hrsg. von Šalom Me’ir Walach, Bnei Brak 1990
Hildesheimer, RS, S. 41, unter Ernst E
Eliav/Hildesheimer, S. 103
Raymond Apple, “Australia“, unveröffentl. Skript im Rahmen der Tagung “The German Rabbinate abroad“, Tutzing, Okt. 2009