Gest. 21. Aug. 1904 in Memel (Klaipeda), Ostpreußen.
Sohn eines angesehenen Kaufmanns, Arie F., in Balbirischok (Balbieriškis) im Gouvernement Suwalki, Russ.-Polen. Siedelte mit dreizehn Jahren mit seinen Eltern nach Kowno (Kaunas) um, und setzte seine Talmudstudien, die er bereits als kleiner Junge begonnen hatte, selbstständig fort. Spätere Lehrer waren die Kownoer Rabbiner Menachem (Reb Mendel), Israel Salanter und OR Leib Schapiro. Nach dem Tod seines Vaters sieben Jahre Rb. in Wilky (Vilkija) b. Kowno, Russ. Polen
dann zwölf Jahre Rb. in Salanten (Salantai), Bezirk Telshi, Provinz Kowno. 1880-1904 zunächst neben Isaak Rülf, dann neben Emanuel Carlebach Rb. und Aw Bet Din der deutschen Gemeinde in Memel. Im Alter erblindet. Seine reichhaltige Bibliothek vermachte er dem Lehrhaus in Memel, seine Tora-Rolle dem Bethaus „Polnische Schul“.
Manuskripte
H. idušim [Novellen zum Rambam; erwähnt im Nachruf, Israelit 01.09.1904].
Publikationen
Be’er reh. ovot [Kommentar zum Šulh. an ‘aruch], 2 Bde., Berlin 1893 (rez. in Israelit Jg. 35, Nr. 49); Nd. Jerusalem 1974, New York 1991
Liqut. im, Memel 1896.
Epigraphik
Begraben am 23. Aug. 1904 in Memel; die Grabreden hielten Rb. E. Carlebach und Rb. Isaak Bloch aus Polangen, Kurland.