Geb. 20. Aug. 1876 in Roth am Sand, Mittelfranken, ermordet 18. Aug. 1942 in Riga.
Aufgewachsen in Regensburg. 1895 Examen an der ILBA Würzburg
bis 1900 Lehrer und Kultusbeamter in Kitzingen. Ab 1900 Studium an der Univ. Zürich, 1903-1910 RS und Univ Berlin
1910 Rabbinatsautorisation. 1910-1923 Seminarrb. an der ILBA in Würzburg. 1912 Bewerber um die 2. Rabbinerstelle in Kattowitz (Katowice). Dez. 1920 zum Rb. der Adass Jeschurun in Heilbronn gewählt, Amtsantritt 1923
Mitglied der Herder-Loge Heilbronn. 1930 Bezirksrb. in Groß-Strehlitz (Strzelce Opolskie), Oberschlesien
nach Aufhebung des Rts. zog er 1936 nach Schönlanke (Trzcianka), „Feinberg ist pensioniert und wird in Schönlanke mit der Verwaltung des Rabbinats betraut und so ein otium cum dignitate dort geniessen“ (J. Galliner, CJA Berlin, s. u.). Um 1938 als Rb. in Kreuzburg (Kluczbork), Oberschlesien, tätig. Verh. mit Sarah Pollak (1891-1942) aus Nagyszõllõs, Ungarn
zwei Söhne: Isak und Julius. 15. Aug. 1942 zusammen mit seiner Frau von Berlin aus nach Riga deportiert.
Dissertation
Tobia ben Elieser's Commentar zu Koheleth (Lekach tob). Zum ersten Male hrsg. nach einer HS der Münchner Hof- u. Staatsbibliothek mit Vergleichung der Handschriften zu Parma u. Wien, samt Einleitung u. Commentar [Peruš leqah. tov ‘al megilat qohelet mirabenu Towya ben ’Eli‘ezer], Diss. Zürich 1903/1904 (Berlin 1904; Nd. Jerusalem 1967/68.
Dokumente
CJA Berlin, 1, 75 C Ra 1 Nr. 20, fol. 278.
Literatur
Israelit 06.09.1900 (Jg. 41, Nr. 72), S. 1483
Jahresbericht RS 1910/11, Rechenschaftbericht, S. 19