Urenkel des Rb. Baruch G. (st. 1842), Sohn des Rb. Elijahu Menachem G. (1837-1902) und der Amalie, geb. Baneth
sechs Brüder, eine Schwester. Urgroßvater, Großvater (seit 1841), Vater (seit 1862) und sein Bruder Salomon (Schlomo) waren Rb. in Hõgyész
sein Bruder Zvi Hirsch (1863-1903
verh. mit Jitti Abeles
Abb. bei Gold, Judengemeinden Böhmens, 1934, S. 413) war Rb. in Náchod und Kopenhagen, sein Onkel Gabor G. Rb. in Aurich und Karlsruhe. Jüdische Elementarschule, 1879-1882 Studium an den Jeschiwot in Görbö und Nagykároly, Schüler von Abraham Karpeles, dem „Ohel Avraham“
seit 1882 Vorbereitung auf das Gymnasium unter Rb. Eduard Baneth, Krotoschin
1884-1887 Besuch des Johannes-Gymnasiums in Breslau, ab 1887 Studium an der Univ. Berlin und 1888-1891 am RS, ordiniert von Meyer Perles und Hildesheimer. 21. Dez. 1891 Rigorosum in Halle, 28. April 1892 Promotion. 1892 Bewerbung in Allenstein
1892-1896 Rb. in Marienbad (Mariánské Láznì), Böhmen
seit Jan. 1897 Bezirksrabbiner in Burgkunstadt, Oberfranken. Widmete sich besonders der jüdischen Jugendbewegung
Mitglied im Israelitischen Lehrerverein für das Königreich Bayern und in der Vereinigung der traditionell-gesetzestreuen Rabbiner Deutschlands
1897 Mitgründer der Pensions- und Reliktenkasse bayerischer Rabbiner. Verheiratet mit Frida Braunschweiger
der israelischamerikanische Arabist und Islamwissenschaftler Schlomo Dov (Fritz) Goitein (1900-1985) war ihr Sohn.
Dissertation
Das Vergeltungsprincip im biblischen und talmudischen Strafrecht, Diss. Halle 1891 (ebd./Frankfurt 1893).
Dokumente
CJA Berlin, 1, 75 C Pe 1 Nr. 1, fol. 1
Ebd. 75 A Al 1 Nr. 64, fol. 191-192
UA Halle Rep. 21 II Nr. 155
CAHIJ, Isr. Kultusgemeinde Bayreuth, Nr. 184 (Korrespondenz mit dem Vorstand: Betreuung des Rts. bis zur Anstellung eines neuen Rbs., 1912)
Publikationen
Trauerrede an der Bahre der Frau Karoline Herrmann, Fürth 1901; Nd. in Motschmann u. Rudolph, „Guter Ort“, s. u., 1999, S. 24-27.
Epigraphik
Begraben am 8. März 1914; wegen der großen Anzahl der Trauergäste hielt Distriktsrabbiner Dr. Salomon Stein aus Schweinfurt die Trauerrede bei strömendem Regen unter freiem Himmel. Grab L II 23 (439) auf dem Burgkunstadter jüd. Friedhof, Abb. Motschmann u. Rudolph, „Guter Ort“, s. u. 1999, S. 95.
Bildmaterialien
IFH 26.03.1914
Motschmann u. Rudolph, „Guter Ort“, 1999, s. o., S. 24.
Literatur
Israelit 20.11.1899 (Jg. 40, Nr. 92), S. 1911
Israelit 18.11.1901 (Jg. 42, Nr. 91), S. 1999
Israelit 05.01.1905 (Jg. 46, Nr. 2), S. 21
Israelit 12.03.1914 (Jg. 55), Nachruf
GB 20.03.1914 (Jg. 78, Nr. 12), S. 3
IFH 26.03.1914, Nachruf
Gold, Judengemeinden Böhmens, 1934, S. 397
Rahel Straus, Wir lebten in Deutschland, Stuttgart 2. Aufl. 1962, S. 22
PK Bavaria, S. 203, 221
Hildesheimer, RS, S. 50
Josef Motschmann und Siegfried Rudolph, „Guter Ort“ über dem Maintal. Der jüdische Friedhof bei Burgkunstadt, Lichtenfeld 1999, S. 23f., 94