BHR Biographisches Portal der Rabbiner

GOTTLIEB, Emanuel, auch Manuel G.

  • Geb. 1848/49 [Brann: 1854] in Tuckum, Kurland,
  • Gest. 22. Nov. 1911 in Hannover im 63. Lebensjahr.
  • Kam in jungen Jahren nach Deutschland, besuchte die Jeschiwa Jacob Ettlingers in Altona, anschließend die Lehrerbildungsanstalt in Hannover, 1873 erste Volksschullehrerprüfung. 1874-1875 JTS und Univ. Breslau
  • einige Zeit Hauslehrer in Rawitsch (Rawicz) bei Familie Cohen. 1880-1883 RS Berlin (lt. Hildesheimer, RS, kam er aus Moskau). Vor 1886 Übersiedlung nach Hannover, wo er Rb. an der Michael Davidschen Stiftung und Lehrer am Lehrerseminar und an der Religionsschule der Synagogengemeinde Hannover wurde.

Publikationen

  • Kleiner Schulchan Aruch des R. Salomon Ganzfried (Hrsg.), Hannover 1895
  • Sefer darke no‘am. Israels Pflichtenlehre, Hannover 1898 (rez. in JP 06.09.1898 und Israelit 30.11.1911 [Jg. 52, Nr. 48]. Bearbeitete den Peruš ha-mišna zum Seder neziqin neu und veröffentlichte die Traktate Ševu’ot, Makot und Sanhedrin; die Traktate ‘Avoda zara, ‘Eduyot und ’Avot hinterließ er als druckfertige Manuskripte.

Epigraphik

  • Begraben in Hannover.

Literatur

  • Brann, Geschichte JTS, 1904, S. 162
  • Israelit 30.11.1911 (Jg. 52, Nr. 48), S. 9, Nachruf
  • Hildesheimer, RS, S. 51
  • Eliav/Hildesheimer, S. 126.