Bis 1900 Rabbinatsassessor in Leipzig, Rb. der orth. Vereinigungen „Brodyer und Tiktiner Schul“. Angesehener Talmudkenner, korrespondierte mit Franz Delitzsch und widmete sich in späteren Jahren nur seinen Studien. Sein Nachruf rühmte: „Licht und Wahrheit zu verbreiten war die hohe Aufgabe, welcher sich der Verstorbene sein ganzes Leben lang gewidmet hat.“ Seine Ehefrau, die nach seinem Ableben seine Hinterlassenschaft bewahrte, verstarb im Nov. 1909.
Publikationen
Hafla’a še-be’arachin, Breslau/Wien 1831-1859
Tanya, (Hrsg.) ¼vov 1856
Mahalumot le-gew kesilim [gegen A. Geiger und die Augsburger Synode von 1871], Leipzig 1871
Mah. zor Wit. ri le-rabenu Œimh. a, nach der Handschrift im British Museum (Cod. Add. no 27200 u. 27201) zum ersten Male herausgegeben und mit Anmerkungen versehen, Berlin 1893 (Nd. Jerusalem 1963), neu hrsg. von Heinrich Brody, Nürnberg 1923 (Nd. Brooklyn, o. J.)
Mafteah. u-mavo le-Mah. zor Wit. ri, Berlin 1896/97
Sefer ha-šet. arot le-ha-rav ha-naœi rabenu Yehuda ben rav Barzilay ha-Bars. eloni, (hrsg. von S. H. Halberstam und S. Hurwitz) Berlin 1898/Krakau 1899.
Epigraphik
bestattet am 8. März 1900 in Leipzig; die Grabrede hielt Josef Nobel, Halberstadt (Israelit 22.03.1900 [Jg. 41, Nr. 24]).
Literatur
Lippe, 1899, I, S. 171
Israelit 12.03.1900 (Jg. 41, Nr. 21), S. 424
Israelit 15.03.1900 (Jg. 41, Nr. 22), S. 441, Nachruf
Seckel Bamberger, „Der 7. Adar. Der Todestag unseres großen Lehrers Mosche rabenu ‘“h [‘alaw ha-šalom], der Beerdigungstag seines großen Jüngers, Rabbi Schimeon Hurwitz zs. “l in Leipzig“, Israelit 21.02.1901 (Jg. 42, Nr. 15), S. 339f., und 25.02.1901 (Jg. 42, Nr. 16)
Esra Shereshevsky, The sage of Leipzig / HeH. acham mi-Laypt. sig. Rabbi Simon Hurwitz, editor of the Mahzor Vitri, Hafla’ah Sheb’arakhin and Responsa. His life and his writings, Jerusalem 1993 (Text engl. u. hebr.).