Friedrichs-Werdersches Gymnasium in Berlin, Reifezeugnis Osten 1901, ab 1901 Studium an der Univ. Berlin, 6. März 1911 Rigorosum, 24. Mai 1911 Promotion in Halle. 1901-1917 am RS, Mitglied im Bachurim-Verein. 1912 Bewerber auf die zweite Rabbinerstelle in Kattowitz (Katowice)
liberaler Rb. in Berlin, um 1913 Lehrer an der VII. Religionsschule, Annenstr. 1b, der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. 1914-1918 Kriegsgefangenenseelsorger, anschließend bis 1942 Gefängnisseelsorger. Als Gefängnisseelsorger staatlicher Beamter, und als solcher nach 1933 das wahrscheinlich einzige jüdische Mitglied des Nationalsozialistischen Beamtenbundes. Deportiert aus dem KZ Westerbork nach Auschwitz.
Dissertation
Die Psychologie H. Home’s, Diss. Halle 1911 (ebd.).
Dokumente
CJA Berlin, 1, 75 D Co 1 Nr. 3, fol. 86.
Publikationen
Rezension von Lorenz Dürr, Religiöse Lebenswerte des Alten Testaments, in Der Morgen 4 (1928/1929).
Bildmaterialien
Lowenthal (Hrsg.), Bewährung, 1965, Fotoseite 14.
Literatur
Handbuch 1913, S. 17
Lowenthal (Hrsg.), Bewährung, 1965, S. 86
Sinasohn, Privatsynagogen, S. 42 (biogr. Angaben zu Martin J., Verwechslung mit Max J.)