WEISS, Theodor, Dr., auch WEISZ, auch Benjamin Seew W.
Geb. 13. Sept. 1908 in Emden,
Gest. 3. März 1987 in Zürich.
Sohn des späteren Breslauer Oberkantors Aron Weisz und der Judith, geb. Schweiger, beide aus der Slowakei stammend, Bruder von Rb. Samson Raphael W.
Johannes-Gymnasium in Breslau, 10. März 1927 Maturität, 1927-1928 Jeschiwa in Telz (Telšiai) u. Mir, Mai 1928 bis März 1930 Univ. und RS Berlin, 1930-1932 Univ. Bonn, 29. Juli 1933 Promotion bei Paul Kahle in Bonn
1932-1937 Jeschiwa in Mir, wo ihm März 1936 die Semicha erteilt wurde, 1937 Ordination am RS Berlin. 1937-1938 OR von Altona und Schleswig-Holstein, die Amtseinführung fand am Sonntag, 14.03.1937, statt
28. Dez. 1938 Flucht nach England, Internierung auf der Isle of Man, später Rb. in Luton b. London und in Blackburn b. Manchester
Besuch des Gateshead Talmudical College. März 1947 Rb. der Israelitischen Religionsgesellschaft Zürich, 1972 in den Ruhestand
Vortragstätigkeit. Seit 4. Juli 1935 verheiratet mit Ruth Weissler aus Mikołów, O.-S.
acht Kinder.
Dissertation
Zur ostsyrischen Laut- und Akzentlehre auf Grund der ostsyrischen Massorah-Handschrift des British Museum mit Facsimiles von 50 Seiten der Londoner Handschrift, Diss. Bonn 1933 (Stuttgart 1933).
Dokumente
CJA Berlin, 1, 75 C Ra 1 Nr. 21, fol. 7
StA Hamburg, 522-1 Jüd. Gem. 147, Bd. 6, fol. 495f. u. Bd. 7, fol. 17
Briefe u. a. persönliche Dokumente in Kopie im Archiv des Jüdischen Museums Rendsburg.
Manuskripte
Unveröff. Aufsätze, Gedichte u. a. (maschinenschriftlich, lt. Auskunft seines Sohnes M. W.).
Publikationen
„Die drei Tore. Aus alten Mussarbüchern“, Israelit 22.09.1932 (Jg. 73, Nr. 39), S. 14f
„Der Weg nach oben“, Nachalath Zewi 3 (1932/1933), S. 47-52
„Der ‚Mirer Maschgiach’ zs. a“l“, Israelit 18.06.1936 (Jg. 77, Nr. 25), S. 12
„Der Weg zur Tat“, Israelit 13.08.1936 (Jg. 77, Nr. 33), S. 6f.
Epigraphik
Beigesetzt auf dem Friedhof am Ölberg in Jerusalem.
Bildmaterialien
Jahrbuch SH/Hansestädte 9 (1937/1938), Bildseite nach S. 40
Fotos im Archiv des Jüdischen Museums Rendsburg.
Literatur
CVZ 14.01.1937 (Jg. 16, Nr. 2), S. 8
CVZ 18.03.1937 (Jg. 16, Nr. 11), S. 4, Einführung in Altona
Israelit 18.03.1937 (Jg. 78, Nr. 11), S. 13
„Die Amtseinführung von S. E. d. Oberrabbiner Dr. Theodor Weiß in Altona“, Jahrbuch SH/Hansestädte 9 (1937/1938), S. 7, 42-44.