Sohn des Phalsbourger Lehrers Josua W. und der Pauline, geb. Rosenwald
erster Unterricht in der Schule seines Vaters, später Progymnasium in Phalsbourg (Pfalzburg), Lothringen
seit 1884 Lyceum in Colmar, zugleich Besuch der Rabbinervorbereitungsschule Colmar
1890 Abitur. 1890 Rabbinerseminar und Univ.- Studium in Straßburg, seit Ostern 1891 Studium an Univ. und JTS Breslau, 1895 Promotion in Straßburg. 1896 Rabbinerdiplom und Rb. in Durmenach, Oberelsaß
1899 Rb. in Phalsbourg, auch Religionslehrer am Gymnasium und Lehrerseminar. Mitglied der elsaß-lothringischen Rabbinervereinigung, Korrespondent der Alliance israélite universelle. 1904 OR in Antwerpen
verteidigte den Gebrauch der französischen Sprache im Gottesdienst. Ab 1905 Vizepräsident des lokalen Komitees der Alliance israélite
für seinen Einsatz für Verwundete und Notleidende während des 1. WK wurde er von der belgischen Regierung offiziell geehrt
nach dem 1. WK franz. Staatsbürgerschaft, ab 1927 Mitglied der franz. Rabbinervereinigung. 1931-1940 OR von Belgien in Brüssel, Frühjahr 1940 Flucht nach Nizza, 12. o. 13. Sept. 1943 Verhaftung u. Internierung im Lager Drancy
7. Okt. 1943 deportiert nach Auschwitz. Verheiratet mit Hermance, geb. Lehmann, aus Obernai, die sein Schicksal teilte.
Dissertation
Maimonides’ Commentar zum Tractat ‘Aboda Zara, zum ersten Male im arabischen Urtexte, mit der hebräischen Übersetzung des Ibn Jaqub hrsg. und mit Anmerkungen versehen, Diss. Straßburg 1895 (Berlin).
Dokumente
Yadvashem, Gedenkblatt, eingereicht 1992 von der Nichte; Liste von Deportierten aus Frankreich u. aus Deutschland.
Bildmaterialien
IFH 16.04.1931
The American Hebrew 19.06.1931
Jödisk Familieblad 01.07.1931.
Literatur
Brann, Geschichte JTS, 1904, S. 201
The American Hebrew 19.06.1931, zur Ernennung zum OR von Belgien