BHR Biographisches Portal der Rabbiner

WIESEL, Heinrich

  • Geb. 21. Juni 1879 in Tereselpatak (Tarassiwka), Ungarn,
  • Gest. 30. Juli 1929 in Berlin.
  • Sohn des Kaufmanns Wolf Wiesel und der Bernõ, geb. Lebowitz. Nach Abschluß der Volksschule Studium an ungarischen Jeschiwot, 1897-1901 private Gymnasialstudien in Prag, Talmudstudium bei OR Dr. Nathaniel Ehrenfeld, Univ. Prag, Ostern 1901 nach Berlin, dort „aufgrund einer Prüfung, die zum Einjährig-Freiwilligen (Militärdienst) im Deutschen Reiche berechtigte“ (StA Bern BB IIIb 1295), immatrikuliert an der Univ., gleichzeitig am RS, 1904-1905 Univ. Bern, Promotion „magna cum laude“ 18. Mai 1905 in Bern
  • bis 1908 am RS Berlin, schied vor Abschluß des Studiums aus, erhielt dennoch 1910/12 die Rabbinatsautorisation. Hielt sich 1910-1912 in Jaffa, Palästina, auf, kehrte aus gesundheitlichen Gründen nach Deutschland zurück. Zum Rb. des Bet Hamidrasch in Hohensalza (Inowrocław) gewählt
  • danach bis 1923 in Kempen (Kêpno) tätig, 1925 als Mitglied des ADR in Berlin.

Dissertation

  • Achmed ibn Tajmija. Das Buch des frommen Wortes. Gebete der Mohammedaner: Die ersten 18 Capitel. Nach einer Berliner Handschrift herausgegeben, mit den Traditionswerken von Al-Buchari, Moslim, Ibn Maga, an-Nasai, at-Tirmidi verglichen, mit einer Einleitung, Übersetzung und Anmerkungen versehen, Diss. Bern 1905 (Berlin 1914).

Dokumente

  • StA Bern BB 05.10 Nr. 1706, BB IIIb 1295
  • CJA Berlin, 1, 75 C Ra 1 (Mitgl. des ADR).

Publikationen

  • Der Weltkrieg 1914. Predigt anläßlich des Bittgottesdienstes in der Synagoge ... zu Hohensalza, Hohensalza o. J. [1914].

Epigraphik

  • Begraben auf dem Friedhof Berlin-Weissensee.

Literatur

  • Hildesheimer, RS, S. 110
  • Eliav/Hildesheimer, S. 265.