Sohn von Salomon W., Oberkantor in Magdeburg, und Hulda, geb. Abraham
1905-1908 Univ. Berlin und Heidelberg (semitische Philologie, römische Geschichte), 1908 Promotion in Heidelberg. 1905-1913 HWJ Berlin, 1913 Rabbinerexamen an der HWJ. 1912 Rb. in Leipzig, 1913-1921 Rb. in Königsberg i. Pr.
1913 Heirat mit Ernestine Abraham (1890-1929), 1914 Feldrabbiner, 1917/18 bei der I. Armee. Seit 1922 Rb. und Religionslehrer/Leiter der XIII. Religionsschule des „Jüdischen Religionsvereins Friedenau-Steglitz und Umgebung“, Homuthstr. 3. 1930 zweite Ehe mit Erna Rothschild
Mitglied des CV, seine Frau war Vorsitzende des jüdischen Frauenvereins der südwestlichen Berliner Vororte. 1939 Emigration nach Shanghai, Okt. 1939 in die USA mit Non-Quota- Visum/Anstellungsvertrag als Rb., Erna erhielt die Einreisegenehmigung als ausgebildete Krankenschwester. 1939-1940 Hilfsrb. am “Temple Emanuel“ in San Francisco, ab 1940 Lehrer an der Welfare Federation Hebrew School und Bibliothekar am Jewish Community Centre in Oakland, CA. Sein Sohn Fritz Salomon W. promovierte noch 1936 in Würzburg (semit. Philologie), legte im Dez. 1938 an der HWJ das Rt.-Examen ab, emigierte Mai 1939 nach Bolivien, wo er Mitbegründer und Rb. der jüd. Gemeinde Cochabamba wurde
1950 ging er nach Uruguay und wurde Rb. in Montevideo, ab 1964 OR.
Dissertation
Die Koch- und Tafelgeräte in Palästina zur Zeit der Mischna, Diss. Heidelberg 1908 (Berlin 1910).
Dokumente
UA Heidelberg, Promotionsakte
CJA Berlin, 1, 75 C Ra 1 Nr. 8, fol. 15.
Publikationen
„Pessach – einst und jetzt“, Der Schild 18.04.1935.
Bildmaterialien
Wegweiser, 1987, S. 192
Neue Synagoge Berlin, 1995, S. 125.
Literatur
Israelit 17.10.1918 (Jg. 59, Nr. 42), S. 5
Jüd. Jahrbuch 1926, S. 328
CVZ 29.10.1936 (Jg. 15, Nr. 44), S. 5, zum 50. Geburtstag