BHR Biographisches Portal der Rabbiner

WOLFF, Zacharias, Dr., auch WOLF

  • Geb. 1840/41 in Pfungstadt b. Darmstadt,
  • Gest. 15. Juni 1915 in Straßburg.
  • Realschule und Gymnasium in Darmstadt, Studium an den Univn. Gießen, Würzburg und Berlin, Promotion in Halle
  • rabbinische Studien während der Schul- und Universitätszeit bei Lazarus Löb, dem späteren Altonaer OR, in Pfungstadt, Benjamin Hirsch Auerbach in Darmstadt, Seligmann-Bär Bamberger in Würzburg und Michael Landsberger in Berlin
  • widmete sich nach dem Univ.-Studium vier Jahre ausschließlich den rabbinischen Fächern bei Hildesheimer an der Jeschiwa in Eisenstadt, Ungarn
  • ordiniert von Esriel Hildesheimer, Markus Horovitz in Frankfurt und Adolf Salvendi in Dürkheim. 1867-1882 Lehrer und Kultusbeamter („Prediger“) der Gemeinde Biblis im Großherzogtum Hessen
  • zugleich Direktor der dort von ihm gegründeten israelitischen Bürgerschule, an der sämtliche Fächer einer Realschule gelehrt wurden
  • kurzzeitig auch in Darmstadt. Seit Juni 1882 in Colmar Direktor der Rabbinervorbereitungsschule
  • Lehrer an der höheren Mädchenchule in Colmar. 1891 Bewerber in Altona (Referenzen: Hildesheimer in Berlin, Horovitz in Frankfurt/M., Plato in Köln, Salvendi in Dürkheim, OR Weil in Straßburg). 1898-1902 Rb. in Schirrhoffen, 1900 als Nachfolger von Joseph Bloch nach Bischheim berufen. Mitglied des ADR. Verheiratet mit Regina Rubensohn aus Köln.

Dokumente

  • CJA Berlin, 1, 75 C Ra 1
  • StA Hamburg, Bestand 741-4 (Fotoarchiv), Sa 1043: Jüd. Gemeinden 210 Bd. 1, fol. 25-27.

Epigraphik

  • Bestattet in Bischheim am 15. Juni 1915.

Bildmaterialien

  • Ginsburger, Histoire de la Communauté ... Bischheim (s. o.), S. 101.

Literatur

  • Moise Ginsburger, Histoire de la Communauté Israélite de Bischheim au Saum, (Publications de la Société pour l’Histoire des Israelites d’Alsace et de Lorraine 26), Strasbourg 1937/Nd. 1997, S. 136
  • Juifs et chrétiens en Alsace, 1986, S. 24
  • DBR 2007, S. 786f.