Realschule und Gymnasium in Darmstadt, Studium an den Univn. Gießen, Würzburg und Berlin, Promotion in Halle
rabbinische Studien während der Schul- und Universitätszeit bei Lazarus Löb, dem späteren Altonaer OR, in Pfungstadt, Benjamin Hirsch Auerbach in Darmstadt, Seligmann-Bär Bamberger in Würzburg und Michael Landsberger in Berlin
widmete sich nach dem Univ.-Studium vier Jahre ausschließlich den rabbinischen Fächern bei Hildesheimer an der Jeschiwa in Eisenstadt, Ungarn
ordiniert von Esriel Hildesheimer, Markus Horovitz in Frankfurt und Adolf Salvendi in Dürkheim. 1867-1882 Lehrer und Kultusbeamter („Prediger“) der Gemeinde Biblis im Großherzogtum Hessen
zugleich Direktor der dort von ihm gegründeten israelitischen Bürgerschule, an der sämtliche Fächer einer Realschule gelehrt wurden
kurzzeitig auch in Darmstadt. Seit Juni 1882 in Colmar Direktor der Rabbinervorbereitungsschule
Lehrer an der höheren Mädchenchule in Colmar. 1891 Bewerber in Altona (Referenzen: Hildesheimer in Berlin, Horovitz in Frankfurt/M., Plato in Köln, Salvendi in Dürkheim, OR Weil in Straßburg). 1898-1902 Rb. in Schirrhoffen, 1900 als Nachfolger von Joseph Bloch nach Bischheim berufen. Mitglied des ADR. Verheiratet mit Regina Rubensohn aus Köln.
Dokumente
CJA Berlin, 1, 75 C Ra 1
StA Hamburg, Bestand 741-4 (Fotoarchiv), Sa 1043: Jüd. Gemeinden 210 Bd. 1, fol. 25-27.
Epigraphik
Bestattet in Bischheim am 15. Juni 1915.
Bildmaterialien
Ginsburger, Histoire de la Communauté ... Bischheim (s. o.), S. 101.
Literatur
Moise Ginsburger, Histoire de la Communauté Israélite de Bischheim au Saum, (Publications de la Société pour l’Histoire des Israelites d’Alsace et de Lorraine 26), Strasbourg 1937/Nd. 1997, S. 136