BHR Biographisches Portal der Rabbiner

WORMS, Moses, Dr.

  • Geb. 1. Mai 1864 in Saarwellingen,
  • Gest. 1. Aug. 1920 in Reichenhall.
  • Sohn des Kaufmanns Lion W. und der Franziska, geb. Levy
  • 1886 JTS und Univ. Breslau, 1887 Veitel Heine Ephraim’sche Lehranstalt, 1888 HWJ und Univ. Berlin. 1888-1890 Lehrer am jüdischen Lehrerseminar Berlin, 1893-1900 Rb. und Religionslehrer in Neustettin (Szczecinek), Pommern. Um 1897 Rabbinatskandidat und Lehrer an der II. Religionsschule der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, 1899 Promotion in Erlangen, 1900 als Hilfsprediger in Dresden tätig, 1902 Bewerber in Lengsfeld, 1903 stellv. Rb. und Religionslehrer in Dresden. 1904-1920 Hilfsprediger und Religionslehrer in Stettin (Szczecin), ab 1907 auch Bezirksrb. von Vorpommern. Vorstandsmitglied im Verein für jüdische Geschichte und Literatur in Stettin. Mitunterzeichner der „Richtlinien zu einem Programm für das liberale Judentum“ 1912
  • Mitglied im ADR.

Dissertation

  • Die Lehre von der Anfangslosigkeit der Welt bei den mittelalterlichen arabischen Philosophen des Orients und ihre Bekämpfung durch die arabischen Theologen (Mutakallimûn), Diss. Erlangen 1899 (Münster 1900).

Dokumente

  • CJA Berlin, 1, 75 A Pa 3 Nr. 9 (unfoliert)
  • Ebd. As 2 Nr. 7, fol. 98.

Epigraphik

  • Begraben 8. Aug. 1920, Ehrengrab auf dem jüd. Friedhof Stettin (Szczecin).

Bildmaterialien

  • Peiser, Stettin, 1965, Abb. 31.

Literatur

  • AZJ 26.02.1891 (Jg. 55, Nr. 9), S. 100
  • GB 24.12.1897 (Jg. 61, Nr. 52), S. 1
  • Bericht für die Lehranstalt des Judentums 21 (1903), S. 5, „Dr. M. Worms von Neustettin nach Dresden als stellvert. Rabbiner und Religionslehrer [berufen]“
  • Brann, Geschichte JTS, 1904, S. 202
  • JJGL 16 (1913), S. 34
  • Peiser, Stettin, 1965, S. 53f
  • Heitmann und Schoeps (Hrsg.), Juden in Pommern, 1995, S. 56, 159, 175.