Sohn des Dajans und Klausrb. Jekew Cohn und der Sophia Stern, Volksschulbildung in Altona, dann Talmudstudien mit gymnasialem Privatunterricht, 1858 Eintritt in die Prima des Gymnasiums in Mainz, 10. Sept. 1859 Abitur das., 2. Mai 1860 imm. Würzburg und zwei Semester Studium, 3. Mai 1861 imm. Berlin und vier weitere Semester, 25. März 1863 prom. Halle. Talmudstudien an der „Rabbinatsschule“ in Eisenstadt bei Esr. Hildesheimer
1866 Rb. in Nakło (Nakel), Prov. Posen, 1874 Rb. in Ichenhausen, Bayer.-Schwaben, 1877 auch Distriktsrb. für die schwäb. Landgemeinden und Inspektor für den Religionsunterricht an höheren Schulen. Vorstandsmitglied des Allgemeinen Deutschen Rabbinervereins. Gründungsmitglied der Pensions- und Reliktenkasse für die bayerischen Rb. (1897). 1920 in den Ruhestand.
Dissertation
Quae fuerit puerorum institutio et quae leges in docendo sint adhibitae apud Hebraeos tempore Talmudicorum, Diss. Halle 1863.
Dokumente
UA Halle, Phil. Fak. I, Nr. 45, mit Dissertation und Vita
Ebd., Phil. Fak. II, Nr. 98, Bl. 72a-f, Promotionsakten.
Literatur
Wahl in Nakło; AZJ 1866, S. 245
JP 1872, S. 173
Heppner und Herzberg, S. 641
PK Bavaria, S. 601, mit Bildnis
Walk, S. 57
Römer, S. 189
Brämer, Rabbiner und Vorstand, S. 104, mit einer abfälligen Bemerkung Zach. Frankels über ihn