BHR Biographisches Portal der Rabbiner

COHN, Benjamin, eigentlich B. COHEN

  • Geb. 1826 in Meknes, Marokko,
  • Gest. 30. Jan. 1880 in Altona
  • Talmudische Ausbildung in Fes, befindet sich in Amsterdam zur Zeit der Gründung der Abraham Sumbel Jeschiwa in Altona. Nach einer Prüfung bei dem dortigen Oberrb. Jakob Ettlinger erhält er 1853 die Stiftsrabbinerstelle. Verheiratet mit Mirjam, einer Schwägerin des Altonaer Dajans Jekew Cohn. Bei der Einrichtung der Lehrhausbibliothek bewies er eine Vorliebe für die Kabbala.

Dokumente

  • LA Schleswig Abt. 60, Nr. 3454 Stiftung des Sumbel aus Marokko zur Begründung einer Claus (Jeschibah); Clausrabbiner Benjamin Cohn aus Marokko wegen Aufnahme als stimmberechtigtes Mitglied in die portugiesische Judengemeinde in Altona, 1875-77.

Epigraphik

  • Die kurze Grabinschrift vom sefardischen Teil des jüd. Friedhofs in Bahrenfeld gibt Dukkesz, H. achme ’AHU, hebr. S. 135.

Bildmaterialien

  • Photographie reproduziert in Menora und Hakenkreuz, S. 109; und bei Studemund-Halévy, A Jerusalém do Norte, S. 07; ders., Biographisches Lexikon, Tafel XVIII.

Literatur

  • Duckesz, H. achme ’AHU, Nr. 131, hebr. S. 134f, dt. S. 47
  • Über die Stiftung Louis Bobé, „Familien Sumbel fra Marokko og dens forbindelser med Danmark“, Tidsskrift for Jřdisk Historie og Literatur 1 (1917), S. 37-50; sowie Irmgard Stein, Jüdische Baudenkmäler in Hamburg, Hbg. 1984, S. 133
  • Awi Blumenfeld, „‘Geistige Führer in ernster Zeit‘? Bedeutung und Aufgabe der Rabbiner in Schleswig-Holstein“, in: Menora und Hakenkreuz. Zur Geschichte der Juden in und aus Schleswig-Holstein, Lübeck und Altona (1918-1998), hrsg. Gerhard Paul und Miriam Gillis-Carlebach, Neumünster 1998, S. 88, über den 1895 geb. Nachkommen Rb. Dr. Benjamin Cohen, der im Holocaust umkam. „Sein Vater war Rabbiner der Altonaer portugiesischen jüd. Gemeinde“. Über ihn Bernd Philipsen, „’... ein selbständiger Denker, erfahren in Talmud und Halacha’: Dr. Benjamin Cohen, Bezirksrabbiner von Friedrichstadt/Flensburg“, ebd., S. 107-119
  • Studemund-Halévy, Biographisches Lexikon, S. 61f
  • Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 531.